Online-Kurse zur Rechtschreibung
Veröffentlicht: 29. Januar 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Linktipps, Orthografie, Rechtschreibung 1 Kommentar »Bei den Angeboten, die eigenen Rechtschreibfähigkeiten im Internet zu verbessern, bleiben die üblichen Verdächtigen nach wie vor unter sich. Ich habe mir dabei nur Kurse angesehen, die kostenlos und auf dem aktuellen Stand vom Juni 2006 sind. Die Reihenfolge ist in diesem Fall durchaus als Rangfolge gemeint.
Die Bereiche der Neuregelung (außer Worttrennung) kann der Nutzer nach Bedarf einzeln auswählen. Zu jedem Bereich werden die wichtigsten Regeln vorgestellt, die dann jeweils an zahlreichen Beispielen online geübt werden können. Sehr gut gefällt mir, dass nach jeder Einzelfrage die Auswertung mit einem (für das Lernen sehr hilfreichen) Kommentar folgt. Auch Schreibungsvarianten sind hier berücksichtigt.
2. Online-Kurs auf Akademie.de
Nach einem Einstiegstest stellt der Kurs Überblickswissen zu den einzelnen Bereichen (ohne Worttrennung) bereit. Es folgen Übungen mit Online-Auswertung, allerdings wird die richtige Schreibung lediglich unkommentiert genannt. Das fördert das ohnehin beliebte Lernen durch Versuch und Irrtum, das für die Rechtschreibung nur wenig geeignet ist.
3. Duden-Crashkurs von Christian Stang
In 25 Schritten wird die neue Rechtschreibung in Regeln und Beispielen dargestellt. Aus didaktischer Sicht ist es hinderlich, dass in den Regeln stets neue und alte Schreibung genannt werden. Das gilt für Regeln, in denen eine neue die alte Schreibung ersetzt wie bei »Fluss statt Fluß«, sodass die inzwischen ungültige Schreibung unnötig ins Gedächtnis gerufen wird. Genauso sind Fälle dargestellt, in denen eine neue Variante neben eine weiterhin gültige Schreibung tritt (und sie keineswegs ersetzt) wie bei »Exposee statt Exposé«, auch wenn das im Text deutlich wird. Leider verzichtet der Crashkurs auf Übungen.
____________
Das könnte Sie noch interessieren:
Zeit sparende Zeitfresser — seit 10 Jahren online
Veröffentlicht: 25. Januar 2008 Einsortiert unter: Alltag, Computer & Software | Tags: Alltag, Computer, Internet, Zeitfresser Schreibe einen Kommentar »Beim Aufräumen fiel mir eine der AOL-CDs in die Hände, die man einst wöchentlich im Briefkasten fand. (Wann war eigentlich Schluss damit?)
Im Januar vor 10 Jahren war ich dank so einer Werbe-CD mit meinem nicht mehr ganz neuen Mac (einem Performa) und einem rasanten 34-k-Analogmodem zum ersten Mal online. Gesucht wurde noch ohne Google – dessen Testversion ging erst im September 1998 online –, und Wikipedia startete drei Jahre später.
Das quietschende Geräusch, mit dem sich das Modem für jede Verbindung einwählte, habe ich noch gut im Ohr. Es mahnte: Mach hin, Online-Zeit kostet Geld, und die Telefonleitung ist so lange auch besetzt. DSL fiel wegen moderner Glasfaser-Telefonleitungen in unserem Stadtteil aus, aber 2004 gab es Breitbandanschlüsse über Kabel.
Meine freiberufliche Arbeit als Lektorin wäre ohne das Internet so nicht denkbar, den Berufsverband der Lektorinnen und Lektoren (VFLL) hätte ich vielleicht Jahre später auf einer Buchmesse entdeckt, manche Kollegen und Kunden nie kennengelernt. Gar nicht zu reden von den vielen kleinen Fragen, vor die mich die Textarbeit stellt: Wie sieht ein Hennin aus und wie trug man ihn? Welche Straßenbahnlinie kann der Krimiheld in Szczecin genommen haben? Wann beginnt in Argentinien der Winter?
Da das Internet auf wundersame Weise insgesamt dennoch mehr Zeit zu kosten als zu sparen scheint, habe ich mich zum Ausgleich vor Monaten von dem Medium des vorigen Jahrhunderts getrennt und das Fernsehgerät entsorgt. Risiken und Nebenwirkungen sind mir bisher nicht bekannt.
Unwort des Jahres 2007 gewählt
Veröffentlicht: 15. Januar 2008 Einsortiert unter: Fundsachen, Wortschätze | Tags: GfdS, Unwort des Jahres, Wortschatz 4 Kommentare »Die »Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres« hat soeben ihre Wahl bekannt gegeben:
Das »Unwort des Jahres« 2007 heißt »Herdprämie«. »Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen«, sagte der Sprecher der sechsköpfigen unabhängigen Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag in Frankfurt.
Anwärter für den Titel waren wie jedes Jahr von Bürgern vorgeschlagene »[…] Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen«. Mein Favorit aus der reichen Auswahl an Kandidaten war daher die »grundrechtsschonende Überwachungspraxis«.
Die Liste mit den Unwörtern und jeweils einigen weiteren Anwärtern aus den Jahren 1991 bis 2006 findet man hier und auf der Seite der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Wiesbaden.
Blogger im Anzug
Veröffentlicht: 3. Januar 2008 Einsortiert unter: Fundsachen | Tags: Blogger Schreibe einen Kommentar »So könnte das Thema der Bildergalerie auf ZEIT online lauten. Fotos von Andreas Chudowski zeigen einige der bekanntesten Blogger Deutschlands. Und ich habe bei dieser Gelegenheit die Schwester der Riesenmaschine, die Lesemaschine, entdeckt.
Zum neuen Jahr
Veröffentlicht: 1. Januar 2008 Einsortiert unter: Fundsachen | Tags: elementar, fremde Federn, neues Jahr, Schwitters Schreibe einen Kommentar »


