Des Federwerkes neue Kleider

Heute soll das Federwerk ein neues Kleid bekommen: Kubrick wird gegen Contempt getauscht. Vermisst habe ich bei Kubrick vor allem eine horizontale Leiste mit einem Home-Button. Nicht jeder Blogleser weiß, dass in Blogs der Seitenkopf diese Funktion hat. Insgesamt wird es ein bisschen eckiger, der Header ein bisschen schmaler, der Blocksatz weicht dem Flattersatz. In Kürze werde ich wissen, ob alles passt, wie erhofft …

Eine Stunde später: So weit scheint alles richtig zu sitzen. Nur die Grafiken stehen nicht mehr linksbündig und werden dafür rechts ein bisschen abgeschnitten, sogar das schöne Wordle. Und etwas zu blau ist mir das Ganze noch …

Montag: Ob dies nun das letzte Wort ist, weiß ich noch nicht. Der Zeilenabstand ist sehr klein und die Kommentare sind (am Mac jedenfalls) nur mit Zoom gut lesbar …

Erste Hilfe: Zoom im Browser mit Tastenkombination
»Apfel Plus«; »Apfel Minus«; zurück mit »Apfel-0«;
unter Windows: STRG statt Apfel


Meyers Lexikon statt Brockhaus online

Das seit 2006 verfügbare Internet-Angebot »Meyers Lexikon Deutschland« (Bibliographisches Institut und F.A. Brockhaus AG) ist zum 23. September überarbeitet worden, wie Börsenblatt.net meldet. Partner des Auftrittes, der durch Online-Werbung finanziert wird, ist »Focus online«.

Das Angebot wurde mit zusätzlichem Bildmaterial bestückt und die Lexikonsubstanz erweitert. Viele Artikel sind um multimediale Elemente (Fotos, Audiodateien, Videos, Animationen) ergänzt worden.

Themenportale (z.B. Politik & Geschichte, Wirtschaft & Gesellschaft, Natur & Technik, Mensch & Gesundheit, Kunst & Kultur) erleichtern den Zugang zum Lexikon.


Heute ist Herbst-Tagundnachtgleiche

Tag und Nacht sind an diesem Tag gleich lang, wird uns wie jedes Jahr zum Herbst- und Frühlingsanfang erklärt. Nur in der Schreibung ist – auch wie jedes Jahr – nichts gleich.

Google bietet schon auf der ersten Seite fünf Varianten:

a) Tag und Nacht Gleiche
b) Tag- und Nachtgleiche
c) Tag und Nachtgleiche
d) Tag-und-Nacht-Gleiche
e) Tagundnachtgleiche

Wer sich an die aktuelle Rechtschreibung halten will, hat die Wahl zwischen Durchkopplungsbindestrich (d) und Zusammenschreibung (e). Wer traditionell (vorreformiert) schreibt, muss etwas sparsamer mit Bindestrichen sein: laut Duden von 1991 Tagundnachtgleiche, erst die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche bekommt einen Bindestrich.

Durch Umformung in eine Wortgruppe lässt sich leicht Klarheit für die Schreibung gewinnen: Es geht um »die Gleiche (Gleichheit) von Tag und Nacht«. Die Wortgruppe »Tag und Nacht« bestimmt das Grundwort näher; deshalb ist nur Durchkopplung oder Zusammenschreibung möglich.

Die Volltextsuche der Office-Bibliothek liefert folgende analoge Beispiele, bei denen es in der Schreibpraxis ebenso bunt zugeht:

die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät
das Auf-und-ab-Gehen
die Berg-und-Tal-Bahn
die Berg-und-Tal-Fahrt
die Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede
die Ex-und-hopp-Flasche
der Wald-und-Wiesen-Tee
das Frage-und-Antwort-Spiel
die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche | Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche
die Gewinn-und-Verlust-Rechnung
das Goethe-und-Schiller-Denkmal
das Katz-und-Maus-Spiel
das Pfeffer-und-Salz-Muster
die Sturm-und-Drang-Zeit

Diese Fälle sind zu unterscheiden von Beispielen, in denen der Bindestrich als Ergänzungsbindestrich steht, der die Wiederholung eines Wortes erspart: Hin- und Rückflug (= Hinflug und Rückflug). Ganz einfach, oder?


Bibelstellen suchen und vergleichen

»Nichts wird euch unmöglich sein.«

Sie wissen auch nicht, wo genau das in der Heiligen Schrift steht? Der Bibelserver hält unter einer unscheinbaren, aber überaus leistungsfähigen Oberfläche eine beachtliche Zahl von Bibelausgaben für Recherchezwecke bereit.

Sie können auf dem Bibelserver mit der Funktion Suchen einen Bibeltext oder einzelne Stichwörter eingeben, um die genauen Belegstellen zu finden. Und schon wissen Sie, dass obige Stelle bei Matthäus [17,20] steht.

Wenn Sie umgekehrt unter Lesen eine Belegstelle eingeben, erhalten Sie den genauen Text. Verschiedene deutsche Übersetzungen und sogar Textausgaben der wichtigsten europäischen Sprachen gehören zum Korpus und können mit einem Klick verglichen werden.

Kostproben:

Для вас не было бы ничего невозможного. (Слово Жизни)
Nie byłoby dla was rzeczy niemożliwych. (Słowo Życia)
… and nothing shall be impossible unto you. (King James Version)

Kann WordPress eigentlich Russisch?


Wenn der PDFMaker Ärger macht

Beim Öffnen von Word-Dateien erschien nach unverzüglichem Absturz wiederholt die Meldung, dass der PDFMaker Dateikorruptionen festgestellt habe. Diesmal wars also nicht Word persönlich, sondern der PDFMaker.

Diese Erweiterung wird unter Mac OS X automatisch mit der Installation der Vollversion von Adobe Acrobat in allen Office-Programmen installiert. Sie funktionierte noch nie zuverlässig, sodass ich PDFs immer mit dem Acrobat Destiller erzeuge. Außerdem nahmen die zusätzlichen Menü-Schaltflächen in Word Platz weg und ich musste sie in jeder Sitzung neu wegklicken …

Bei Adobe.com fand ich nun eine Anleitung, wie man den PDFMaker sauber von der Platte putzen kann. Das Problem scheint ein bekanntes zu sein.


Eine Literaturagentur finden

Schreibende, die ein erstes Buch veröffentlichen möchten, suchen häufig eine freie Lektorin und hegen gleichzeitig die Hoffnung, sie könnte das Manuskript nach dem Lektorat an einen Verlag vermitteln.

Lektorat und Literaturagentur sind aber in der Regel unabhängig voneinander, und das ist aus gutem Grund so. Wenn beides aus einer Hand angeboten wird, sollten Sie sogar besonders genau hinsehen.

Als freie Lektorin arbeite ich an der sprachlichen, strukturellen und inhaltlichen Verbesserung von Manuskripten, die (wenn es um Buchprojekte geht) Verlage bereits für die Veröffentlichung vorgesehen haben. Ein Lektorat kann aus einem guten Text einen noch besseren machen.

Ob ein Manuskript aber so erfolgversprechend ist, dass ein Verlag ein Buch daraus machen möchte, erkennen Verlagslektor oder Literaturagent vor einem Lektorat. Wenn das für Ihren Text der Fall ist, übernimmt ein interessierter Verlag das Lektorat – und auch die Kosten dafür.

Wenn Sie Ihren Text also in einem Verlag als Buch publizieren möchten (und nicht im Selbstverlag oder bei einem der berüchtigten Druckkostenzuschussverlage), dann stellen Sie das Projekt am besten zuerst einer Literaturagentur oder einem Verlag vor, in dessen Programm es passt.

Wodurch sich eine seriöse Literaturagentur auszeichnet, beschreibt Christine Koschmieder im Blog Autorenschrittmacher:

Eine seriöse Literaturagentur verfügt über Erfahrungen in der Vermittlung von Manuskripten und über gute Kontakte in die Verlage und in die Buchbranche generell. Ihr Interesse besteht in der Vermittlung eines auf dem Buchmarkt Erfolg versprechenden Autors/Autorin an einen passenden Verlag. Das finanzielle Risiko dabei trägt die Literaturagentur, d.h., für AutorInnen werden keinerlei Vorleistungen, in welcher Form oder Verkleidung auch immer, fällig […]

Sprich, Sie als Autor gehen an keiner Stelle in finanzielle Vorleistung! Und wenn Ihnen eine Agentur erzählen will, Ihr Manuskript müsse erst überarbeitet oder lektoriert werden, weil es so keine Chancen auf dem Markt habe, dann lassen Sie besser die Finger davon. […]

Sie verweist auf eine bei uschtrin.de veröffentlichte Liste von Literaturagenturen, die als seriös gelten. Hier können Sie sich unter anderem über Schwerpunkte, Erfolgsprovisionen, Arbeitsweise und Erfolgsquoten der einzelnen Agenturen orientieren.

Ergänzende Artikel zum Thema

auf Literaturcafe.de:


Die Spracherkennung war Zeuge

»Dem angeschuldigten Arschloch ist ein Pflichtverteidiger zu bestellen«, erfuhr ein Augsburger kürzlich aus der Anklageschrift.

Wie das passieren konnte? Nicht die Schreibkraft, die Technik war’s, wie die Augsburger Allgemeine berichtet:

So hatte ein Gruppenleiter der Staatsanwaltschaft die Anklage mittels eines Spracherkennungsprogramms diktiert, welches das Gesagte sofort in Schrift umsetzt. Dabei hatte der Computer auch jenen inkriminierenden Begriff aufgeschrieben, was der Jurist, als er es bemerkte, flugs löschte.

Doch was der Staatsanwalt übersah, sein Computer hatte bereits die erste Version abgespeichert. Genau diese wurde, ohne das[s] es dort jemandem auffiel, dem Angeklagten zugeschickt.

Wovon diese Geschichte Zeugnis ablegt, darüber wird auf lawblog.de munter spekuliert.

Ach ja: Der Angeklagte musste sich heute wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, er habe versucht, griechische Landschildkröten illegal einzuführen.


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