Selber denken macht schlau

Studenten, die Studienarbeiten aus dem Internet kopieren, soll in Baden-Württemberg ab März der Rauswurf drohen. Das Wissenschaftsministerium hat dem Landtag eine Verschärfung des Hochschulgesetzes vorgeschlagen. Demnach wird das Anfertigen eines Plagiats ausdrücklich zu einem Exmatrikulationsgrund erklärt.

Das berichtet Spiegel online in »Abschreibern droht Uni-Rauswurf« .

Man erhoffe sich davon vor allem eine Signalwirkung. Ob diese Strafe in jedem Einzelfall angemessen ist, soll die Hochschule jeweils einschätzen. Allerdings eben nur, wenn die AbschreiberInnen Studenten sind. Schwieriger wird es, wenn der geistige Diebstahl durch einen verbeamteten Lehrstuhlinhaber begangen wird, wie Unispiegel hier berichtete.


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Online-Wörterbücher von PONS

Der Storyblogger (nicht mehr online) berichtet, dass der Verlag mit den grünen Wörterbüchern unter pons.eu einige davon online gestellt hat. In der Beta-Version kann man für 5 (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch) von 23 EU-Amtssprachen die Herübersetzung ins Deutsche sowie die Hinübersetzung aus dem Deutschen in die Fremdsprache nachschlagen.

Bei Wörterbüchern hat die Zukunft des Buches längst angefangen. Ich jedenfalls bevorzuge die digitalen Versionen, egal ob online oder offline. Hier werden vermutlich bald nur noch die alten Bezeichnungen wie »Wörterbuch« oder »nachschlagen« daran erinnern, dass man dafür einst gedruckte Bücher gewälzt hat.


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Manchmal wird ein Buch draus

Annette Anton, Programmchefin beim Campus Verlag, erklärte bei einer Buchpremiere, dass sie froh und »geradezu überrascht« sei, ab und zu ein fertiges Buch in Händen zu halten. Auf Nachfrage erfuhr Kathrin Passig dies:

Es ist ja so, dass die Mehrheit der Buchideen, die einem angeboten wird, nie den Weg zum fertigen Buch findet. Der Normalfall ist eher, dass der Autor nicht schreibt, verspätet schreibt, das Falsche schreibt, ewig aus seiner Schreibblockade nicht herausfindet, ganz am Ende etwas schreibt und das dann viel zu spät abgibt. […]

[…] Unter den Autoren, die man schon unter Vertrag hat, gibt es doch auch erstaunlich viele pünktliche. Ich würde mal sagen, zwanzig Prozent geben pünktlich ab, zehn Prozent geben gar nie irgendetwas ab, und der Rest bewegt sich irgendwo dazwischen.

Den ganzen Text »Prokrastination im Autorenberuf« gibt es auf prokrastination.com.