Frohe Ferientage

flake

Ich wünsche allen Federwerk-Leserinnen und -Lesern frohe und erholsame Ferientage mit allem, was dazugehört.

Sollten die Schneeflocken noch fehlen: Die kann man sich bei »Make a flake« selber machen.

In jedem Falle: Lassen Sie es sich gut gehen!


Geschenktipp: ABCDarium in 3D

Gerade noch rechtzeitig zum Verschenken ist es angekommen: das Pop-up-Buch »ABC3D« von Marion Bataille. Es ist ein ABC-Buch, eher für große Kinder geeignet und tatsächlich so wunderbar gemacht, wie das Video verspricht:

Seit Oktober ist es auch im deutschen Internetbuchhandel. (via)


Gelobot sei WordPress

Es ist immer wieder erstaunlich, was ich alles erledige, während ich unangenehme Aufgaben (bevorzugt: Steuererklärungen) erfolgreich vor mir herschiebe. Da ich das passige Rechtfertigungsbuch gerade unter Lachtränen gelesen habe, gings nun noch mal so ungeniert.

Seit Langem steht die Überarbeitung meiner Webseite an, deren Tabellenlayout ich 2005 selbst gehäkelt habe. Aber ebenso lange fehlte die Zeit dazu. Auch zwischen den Jahren wird es nichts – also war dieses Wochenende der richtige Zeitpunkt.

Und hier ist das Ergebnis. Die Installation von WordPress funktionierte so einfach wie versprochen. Etwas Zeit brauchte nur die Suche und Einrichtung der richtigen Plugins fürs Taggen und die Datensicherung.

Am aufwendigsten war die Auswahl und Anpassung eines Themes. Nun ist es hell und klar und ohne alle Mätzchen. Im Moment kann man hier Alt und Neu vergleichen. Ein paar Kleinigkeiten werde ich im Laufe der Zeit sicher noch verändern, wenn’s mal wieder was zu verschieben gibt.


Wer den Schaden hat …

Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Aber manche Fehler sind einfach schöner als andere, wie diese Zwiebelfischchen-Fotostrecke zeigt. (via VFLL-Blog)

Verwandter Artikel:

Der Charme des Webfehlers


Wie funktioniert die »Informationsgesellschaft«?

So funktioniert die Informationsgesellschaft. Meint das Satiremagazin TITANIC in einer Infografik. (via)

Was da nicht steht: In der Wikipedia besteht die Chance, dass ein Fehler oder Irrtum früher oder später korrigiert wird.


Bildungsprämie soll Weiterbildung fördern

Aus der Förderung und Finanzierung der beruflichen Weiterbildung von Erwachsenen hat sich der Staat im vergangenen Jahrzehnt weitgehend zurückgezogen und auf individuelle Verantwortung gesetzt.

Zum 1. Dezember hat die Bundesregierung nun eine neue (und vergleichsweise karge) Förderung der beruflichen Weiterbildung eingeführt, die privates Engagement unterstützen soll. Die Komponenten dieser »Bildungsprämie« sind: 1. der Prämiengutschein (maximal 154 Euro, nur für Geringverdienende), 2. das Weiterbildungssparen und 3. das Weiterbildungsdarlehen.

Die Informationen sind auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF) verfügbar. Ergänzend hat die Stiftung Warentest einen Leitfaden zu den wichtigsten Förderungen zusammengestellt. Das 8-seitige PDF kann dort heruntergeladen werden.

(via: Coach im Netz)


Links zum Trendthema E-Book

Zwei interessante Artikel zur Debatte um das digitale Publizieren stehen auf dem IBI-Weblog (Weblog am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin).

Der erste Artikel »Wenig Neues zum Thema No. 1« kommentiert den FAZ-Artikel zur E-Book-Konferenz und meint, dass das E-Book für traditionelle Buchinhalte zunächst keine Erleichterung für den Leser ist.

Verlage wie auch Bibliotheken sollten daher möglicherweise zu ihrem gemeinschaftlichen Sinnieren zum Thema Nummer 1 des Jahres 2009 den Gedanken hinzufügen, dass Texte für elektronische Darstellung schon strukturell anders sein sollten, als die, die für die Buchpublikation geschrieben, gesetzt und gelayoutet wurden (Thema: Longlist). […] Print-on-demand ist für das Zugänglichmachen vergriffener Titel sicher die bessere Variante. […] Die wirkliche E-Book-Belletristik braucht dagegen erst einmal passende Schriftsteller. Die Talentscouts der Verlage sollten für die Zukunft durchaus auch mal in dieser Richtung suchen.

Mit »Das Buch ist ein Hammer« wird die These vertieft, dass das gedruckte Buch für seinen Zweck ein perfektes Medium ist, während das neue Medium erst seine Form und Funktion finden muss.

Eigentlich denken diejenigen, die im E-Book und E-Publishing nur die Fortsetzung Gutenbergs mit dem anderen Mittel der elektronischen Lettern sehen, nicht konsequent genug. Es ist nicht die Frage nach einer Technologie, sondern die nach einer Technologie und der zu ihr passenden Funktion, in diesem Fall »Texte« oder »Inhalte«.

Hier beginnt die Diskussion spannend zu werden, auch wenn technische und rechtliche Fragen (vgl. hier) natürlich ebenso beantwortet werden müssen.


Konferenz zu E-Books in München

In der FAZ berichtet Hubert Spiegel unter dem Titel »Zögert nicht, handelt!« von der bislang größten E-Book-Konferenz im deutschsprachigen Raum an der Akademie des deutschen Buchhandels in München. (via)

Aber deutsche Verleger konnten sich bis vor wenigen Wochen auch noch nicht vorstellen, dass der vor zehn Jahren als vermeintliche Totgeburt gestartete eBook-Reader, das digitale Lesegerät, das wichtigste Thema des Jahres 2009 für sie werden könnte. Die Buchbranche hat über Jahre in zwei Kernbereichen umgekehrt proportionales Wachstumsverhalten gezeigt: Man hat immer mehr Titel auf den Markt geworfen und immer weniger Phantasie entwickelt.

Der amerikanische E-Book-Markt hat seinen Umsatz in den letzten drei Jahren nahezu vervierfacht. Noch weiß niemand, ob die Entwicklung auf dem deutschen Markt ähnlich verlaufen wird. Welche Marktsegmente werden davon profitieren? Wie wirkt sich das auf die Arbeitsabläufe in Verlagen im Einzelnen aus? Wie kann man dafür sorgen, dass Urheber weiterhin von ihrer Arbeit leben können?

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Weitere Artikel zum Thema:


Grundgesetzlich deutsch?

Nicht nur, dass der seit Jahrtausenden immer wieder prognostizierte Sprachverfall und sichere Untergang bisher ausgefallen ist, obwohl nichts bleibt, wie es ist. Nicht nur, dass die jeweilige Jugend – ohne Sitten, Ideen und Ehrgeiz – stets Anlass gibt zu schlimmsten Befürchtungen. (Sogar die Zahl der Jugendlichen, die rauchen und trinken, ist in diesem Jahr gesunken.)

Nein: Das ganze christliche Abendland hangelt sich von Untergangstermin zu Untergangstermin, wie Markus Gansel in seiner Chronik der (verpassten) Weltuntergänge zeigt. (gefunden bei: Thomas Müller)

Nun stehen uns schon wieder schwierige Zeiten und ein Jahr schlechter Nachrichten bevor. Hinzu kommt: Nicht einmal die deutsche Sprache scheint sicher; schließlich steht sie ja nicht im Grundgesetz.

Soll die deutsche Sprache also ins Grundgesetz?

Überflüssig, meint Norbert Robers in der WAZ:

[…] Oder wäre es, um ein eindeutiges sprachliches Zeichen zu setzen, doch sinnvoll, Deutsch als Staatssprache im Grundgesetz festzuschreiben? Nein, es wäre schlicht überflüssig. Weil der (durchaus gebotene) sorgsame Umgang mit der deutschen Sprache erstens nicht gesetzlich verordnet werden kann. Und weil das Grundgesetz zweitens in Artikel 3 bereits das Grundrecht auf Verwendung der deutschen Sprache festschreibt. Schließlich ist in diversen Verwaltungsgesetzen klar geregelt, welche Sprache man hierzulande sprechen muss, um seine staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten auszuüben: Deutsch. Das reicht.

Julia Dombrowski von der textguerilla gruselts beim Gedanken an politisch verordnete Deutschtümelei.

Anatol Stefanowitsch erörtert auf dem Bremer Sprachblog, warum der aktuelle rechtliche Status des Deutschen nichts zu wünschen übrig lässt (mit weiteren Links und aktueller Diskussion).

Meine Meinung zu diesen Spiegelfechtereien:

1. Wer politisch etwas für die deutsche Sprache tun will, sollte Bildung (auch, aber nicht nur für Migranten) und Kultur besser fördern.
2. Eine Sprache hat nur dann Anziehungskraft, wenn ihre Sprecher und Schreiber in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft Chancen für die eigene Entwicklung sehen.
3. Die grundgesetzliche deutsche Bekenntnislyrik verstellt nur den Blick auf die eigentliche Krise.


Wie werden wir in Zukunft lesen?

Das Thema der Frankfurter Buchmesse war am 28. November 2008 Gegenstand einer Podiumsdiskussion im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann: »Überleben in digitalen Zeiten: Welche Zukunft hat das Buch?«

Das Gespräch wurde live übertragen in der Reihe Medienquartett des Deutschlandfunks (via: Publishblog). Die Sendung (42 Minuten) kann man hier online anhören.

Denis Scheck (Literaturkritiker, DLF) bleibt ganz gelassen. Das digitale Buch sei gut für alle, die professionell mit Büchern umgehen, der Markt bei Lesern dagegen überschaubar. Ansonsten liebe er Literatur, nicht unbedingt das Buch von heute. Und die habe eine größere Zukunft als Fernsehen und Internet zusammen.

Johano Strasser (Präsident P.E.N. Zentrum Deutschland) hält digitale Publikationsformen für eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit, aber keinen Ersatz für das Buch.

Carola Müller (Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) sieht für wissenschaftliche Verlage, die nur Printangebote machen, keine Zukunft. Die Textstrukturen würden sich entsprechend entwickeln, da für Print konzipierte Texte sich nicht für die digitale Publikation eignen. Das digitale Publizieren beschleunige den Prozess der Konzentration und »Marktbereinigung« in Buchhandel und Verlagslandschaft. Andererseits könnten neue Publikationsformen die dauerhafte Vorhaltung z.B. geisteswissenschaftlicher Titel ermöglichen.

Hans Janke (Fernsehspielchef ZDF) hängt (wie alle anderen) am Buch, hält aber die Entwicklung für ebenso wenig vorhersagbar, wie es die Medienentwicklung der letzten 10 Jahre war. Doch bei allen Verwerfungen: Es gebe kein Indiz für das Verschwinden des Buches.

Alle sind sich einig darin, dass für digitale Publikationen Fragen der Sicherung der Urheberrechte und der Vermarktung derzeit ungeklärt sind. Die drängendste Frage besteht also darin, wie die Produktion von hochwertigen Inhalten wirtschaftlich gesichert und realisiert werden kann. Egal, wie wir in Zukunft lesen werden.


Was Tante G. alles weiß

Welche Daten liefern wir als Internetnutzer der neugierigen Tante Google freiwillig? Je nachdem, wie viele der zahlreichen Dienste wir nutzen, statt auf Alternativen auszuweichen. Das Blog Datenwachschutz sagt: Hier kann ein ziemlich differenziertes Bild entstehen. Eine Liste der Google-Dienste zeigt, welche Informationen das im Einzelnen sind.


Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 4)

Für Eigennamen gelten in allen Bereichen der Rechtschreibung (vgl. Teil 1, 2, 3) die Regeln nur, sofern im Einzelfall nichts anderes festgelegt ist.

Groß- und Kleinschreibung

Faustregel: Bestandteile von Eigennamen werden mit Ausnahme von Artikeln, Präpositionen und Konjunktionen großgeschrieben: Carl von Ossietzky, Unter den Linden, Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren.

E2: In einigen der oben genannten Namengruppen kann die Schreibung im Einzelfall abweichend festgelegt sein […] [In: Amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung, D Groß- und Kleinschreibung, 2.3 Eigennamen …, E2]

Auch hier gilt es also, im Zweifelsfalle die genaue Schreibung zu recherchieren: Das Spektrum reicht von Kleinschreibung (taz, konkret, heute) über Binnengroßschreibungen (EuroSpeedway Lausitz, OstseeJazz) bis zu Versalschreibungen (AIDA Cruises).

Mitunter werden Moden bis über die Schmerzgrenze strapaziert, ohne dass dies einen Vorteil (für die Lesbarkeit, grafische Gestaltung oder wenigstens für die Werbung) hat. Das führt zu Schreibungen wie: NaturErlebnisZentrum Müritzeum, DanGastQuellbad in Dangast, NaturThermeTemplin …

Als Schreiber orientiert man sich am besten daran, wie der Namensträger selbst schreibt. Gibt es auch dort Unentschiedenheit, wurde mal wieder an Text und Lektorat gespart.

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Zum Weiterlesen:

Eigennamen und Rechtschreibung Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4


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