Meyers Lexikon online abgeschaltet
Veröffentlicht: 23. März 2009 Einsortiert unter: Bücher, Texte und Kritik, Schreiben und Publizieren | Tags: Brockhaus, Enzyklopädie, Lexikon, Meyers Lexikon, Wissensgesellschaft 4 Kommentare »»Das Lexikonportal Meyers Lexikon online wird zum 23. März 2009 abgeschaltet.«
So die lakonische Ankündigung auf dem Blog von Meyers online. Sehr schade. Aber es war leider zu erwarten, nachdem die Bifab (Bibliographisches Institut & und F. A. Brockhaus AG) im Dezember bekannt gegeben hatte, dass die Marke Brockhaus verkauft und die Entwicklung enzyklopädischer Werke in Mannheim nicht fortgesetzt wird.
Auch wenn das Kartellamt noch nicht zugestimmt hat: ein Teil der entlassenen Leipziger FABianer setzte zur kollektiven Stellensuche eine eigene Website auf; nun wird Meyers online eingestellt, das zeitweilig als Test für einen geplanten Online-Brockhaus galt (vgl. hier im Federwerk).
Die Ära der gedruckten Universallexika geht zu Ende. Vermutlich. Aber endet damit auch der Bedarf für einen sorgfältig erarbeiteten und redaktionell geprüften Wissensfundus? Was bedeutet der sich anbahnende Lexitus für eine Wissensgesellschaft?
Ach du liebes Fräulein!
Veröffentlicht: 21. März 2009 Einsortiert unter: Sprachwandel, Wortschätze | Tags: Fräulein, Gendergerechte Sprache, Sprachwandel, Wortschatz Schreibe einen Kommentar »Ist das »Fräulein« nicht längst ein ausgestorbenes Wort? Der Duden war schon spät dran, als er 1996 vermerkte, dass es »als titelähnliche Bezeichnung oder Anrede für eine unverheiratete weibliche Person heute allgemein durch Frau ersetzt« wird. Das Fräulein vom Amt wurde schon vor Jahrzehnten entlassen. Wer die Kellnerin anreden will, sucht nach Alternativen. Einzig das Fräuleinwunder wird immer mal wieder aus der Mottenkiste geholt und meist in Anführungszeichen gebraucht.
Bei der EU ist man jetzt auch drauf gekommen:
Brüssel – Ein Merkblatt des Generalsekretariats des Europäischen Parlaments für geschlechtsneutrale Sprache sorgt bei einigen Abgeordneten für Aufregung. Das der britischen Zeitung »Daily Mail« vorliegende interne Papier richtet sich an DolmetscherInnen und enthält keine obligatorischen Richtlinien, sondern Anregungen, welche Ausdrücke herkömmlichen Floskeln vorgezogen werden könnten. So werde darauf hingewiesen, dass man es vermeiden sollte, auf den Familienstand von Frauen hinzuweisen. Demnach sollen »Madame« und »Mademoiselle«, »Frau« und »Fräulein«, aber auch »Senora« und »Senorita« nicht mehr verwendet werden. Stattdessen sollten die Frauen einfach bei ihrem Namen genannt werden. (via dieStandard.at)
Ach du liebes Fräulein! Oder besser: Mein lieber Herr Gesangverein!
(via)
Wege zum eigenen Buch
Veröffentlicht: 20. März 2009 Einsortiert unter: Elektronisches Publizieren, Schreiben und Publizieren | Tags: Blog, BoD, Buch, Digitaldruck, Digitalisierung, E-Book, Print on Demand, Publizieren Schreibe einen Kommentar »Der Königsweg zum eigenen Buch ist nach wie vor der klassische Buchverlag. Dort wird das Buch professionell begleitet, lektoriert, korrigiert, hergestellt und schließlich vermarktet. Je nach Genre, Zielgruppe und Ziel der Veröffentlichung bieten sich daneben auch Alternativen an.
Im Rahmen der »Themenwoche Buch 2.0 – Literatur und Buchmarkt im Wandel« stellt Jan Tißler auf UPLOAD fünf (bzw. vier) Wege zum eigenen Buch gegenüber, die Autoren heute offenstehen:
1. Verlage
2. [Zuschussverlage]
3. Digitaldruck, Print on Demand
4. E-Book
5. Blog
Im Idealfall, so das Fazit von Jan Tißler, können die verschiedenen Wege (abgesehen von den Zuschussverlagen) sogar aufeinander aufbauen: vom Themenblog über ein E-Book zur Verlagspublikation. Ob das in Zukunft immer ein gedrucktes Buch sein muss, wird sich zeigen.
Weitere Beiträge zur Themenwoche gibt es hier. Darin geht es um den Medienwandel durch die Digitalisierung, Karen Wiborgs Experiment mit einem Blogroman und …
(via netbib)
Weitere Artikel zum Thema
- Buchmacher (zu BoD)
- Eine Literaturagentur finden
Kennen Sie Eike?
Veröffentlicht: 19. März 2009 Einsortiert unter: Freiberuflichkeit, Zeugs | Tags: Eike, Freiberuflichkeit, Honorar, Lektorat Schreibe einen Kommentar »Eike designt, textet, lektoriert und korrigiert. Er ist der Neffe, von Beruf Student oder der hilfreiche Nachbar – und vor allem eins: gnadenlos billig. Trotzdem mag niemand Eike. Die Gründe gibts bei » Eike und die heilige Pekunia. (via Textguerilla)


