Zahlen in Ziffern oder in Buchstaben?
Veröffentlicht: 25. Mai 2009 Einsortiert unter: Alltag, Typografie | Tags: Buchdruckerregel, Regel, Schriftsatz, Typografie, Zahlen, Ziffern 4 Kommentare »Totgesagte leben länger. Das scheint auch für die »Regel« zu gelten, nach der Zahlen von eins bis zwölf als Wort, ab der bösen 13 hingegen in Ziffern (numerisch) geschrieben werden sollten. Noch immer kennen Journalisten sie, frisch ausgebildete Mediengestalterinnen befolgen sie ohne Widerspruch, in manchen Verlagsrichtlinien hält sie sich hartnäckig.
Die aktuelle Empfehlung
Grundsätzlich kann man Zahlen sowohl in Ziffern als auch in Buchstaben schreiben. Den Rest des Beitrags lesen »
Narrungsergänzung für Wortsucher
Veröffentlicht: 15. Mai 2009 Einsortiert unter: Wortschätze, Zeugs | Tags: Blog, Neuwörter, Sprachspiel, Wortschatz Schreibe einen Kommentar »Empfohlen bei Wortmangel: Enzyglobe bloggt funtasievolle Wortneuschöpfungen und deutet die selbst erfundenen B-fremdwörter.
Auch beruhigen Sie mich über den Titel
Veröffentlicht: 6. Mai 2009 Einsortiert unter: Alltag, Bücher, Texte und Kritik, Schreiben und Publizieren | Tags: Berlin, Briefing, Humboldt, Kosmos, Lektor, Publizist Schreibe einen Kommentar »Heute ist er auf allen Kanälen: Alexander von Humboldt (geb. 14. September 1769; gest. 6. Mai 1859) – Naturforscher, Weltreisender, Netzwerker und überaus produktiver Publizist.
Mein Lieblings-Fundstück steht in einem Brief von 1834 an Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858): ein charmantes und zeitloses Briefing für einen Lektor. Nachdem er dem langjährigen Freund und Vertrauten seine Pläne für den Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung detailliert vorgestellt hat, schließt Humboldt:
Nun meine Bitte, theurer Freund! Ich kann es nicht über mich gewinnen, den Anfang meines Manuskripts wegzuſenden, ohne Sie anzuflehen, einen kritischen Blick darauf zu werfen. Sie haben ſo großes Talent der anmuthreichſten Schreibart, Sie ſind auch so geiſtreich und unabhängig, daß Sie Formen des Schreibens nicht geradehin zurückstoßen, die individuell ſind und von den Ihrigen abweichen. Leſen Sie gewogentlichſt die Rede, und legen Sie ein Blättchen an, auf welches Sie schreiben, ganz ohne Gründe anzugeben: ſo … hätte ich lieber ſtatt ſo … dieſes. Tadeln Sie aber nicht, ohne mir zu helfen. Auch beruhigen Sie mich über den Titel.
Mit innigſtem Vertrauen Ihr A. v. Humboldt
(Brief vom 27. Okt. 1834. In: Briefe von Alexander von Humboldt an Varnhagen von Ense aus den Jahren 1827 bis 1858. 4. Aufl., New York 1860)
Auf den Text (in modernisierter Rechtschreibung) bin ich vor einigen Wochen gestoßen, als ich diesen Prachtband von Frank Holl Korrektur gelesen habe, der heute bei Eichborn Berlin erschienen ist:


