E-Mails mit vielen Adressaten

Ein Bildungsinstitut fragt bei allen Dozenten der letzten Jahre an, ob sie sich am nächsten Programm mit einem Angebot beteiligen möchten. Ein Dienstleister bietet seinen Kunden für einen begrenzten Zeitraum Sonderkonditionen an. Ein anderer verschickt seinen Newsletter per E-Mail.

Drei Beispiele aus den vergangenen Monaten. Zwei der Mails musste ich aus dem Spam-Ordner fischen; auch die dritte sorgte für Verärgerung. Warum? Sie waren an über 100, in einem Fall an über 800 Adressen versandt worden. Das kann man machen. Schickt man sie aber als einfache Kopie (CC), erhalten alle Adressaten die Mail-Adressen aller anderen Empfänger. Und werden entsprechend reagieren.

Kay Jarchow hat auf nun Jarchow.de* für alle gängigen Mail-Programme dargestellt, wie man Mails an Gruppen von Adressaten verschickt und den Datenschutz gewährleistet: indem man Mails als BCC (Blindkopie) und nicht als CC (einfache Kopie) versendet.

Mit Mail.app am Mac ist das kein Problem: Die entsprechenden Felder sind in der Eingabemaske für E-Mails im Klartext mit »Kopie« bzw. »Blindkopie« beschriftet. Als einzigen sichtbaren Adressaten setzt der Absender sich selbst ein.

* Link: www.jarchow.de/2010/05/07/e-mails-an-versteckte-empfanger-verschicken [Stand: 07.05.2010] (inzwischen nicht mehr online).

Über Marion Kümmel

Marion Kümmel ist freie Lektorin und Federwerkerin. Seit 2001 übernimmt sie Textdienstleistungen für Publikumsverlage, Agenturen, Firmen und Autoren. Sie redigiert Sachbücher und Fachtexte, wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Texte aus Unternehmenskommunikation und Werbung. Ihre Texterfahrungen vermittelt sie in Vorträgen und Schulungen.

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Kommentare

  1. Eine genaue Beschreibung, wie CC und BCC funktionieren, habe ich hier gefunden:
    http://wapedia.mobi/de/Header_(E-Mail)

  2. Ich ärgere mich immer wieder, wenn an unserer Uni Mails an mehrere Adressaten über die einfache Kopie verschickt werden. Nicht jeder Kommilitone braucht meine Mail-Adresse zu kennen, nur weil wir im gleichen Kurs sind oder vom gleichen Dozenten betreut werden. Hier ist das wohl leider der technischen Unkenntnis vieler Dozenten zuzuschreiben, über die ich mich schon häufiger aufgeregt habe.

  3. Ja, ich denke auch, dass meist aus Unkenntnis mit offenem Header gemailt wird. Da bietet der Link zu dem Jarchow-Artikel eine schöne Anleitung.

  4. Oh man, gelesen hatte ich diesen Artikel damals, aber für die Erwähnung überhaupt nicht bedankt. SORRY – das möchte ich hiermit nachholen.
    Ich hoffe, wir und viele andere genervte erreichen irgendwann, dass man BCC auch nutzt. Wenn die E-Mail Programm Entwickler dieses Feld immer einblenden und mit einem entsprechenden Hinweis versehen würden, wär’s obendrein besser.
    Also nochmals vielen Dank.

  5. Das war blanker Eigennutz: Jetzt kann ich CC-Mailern, die keinen Mac nutzen, immer den Link zur kompletten Anleitung schicken. Also Dank und Grüße in die Nachbarschaft. 🙂

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