Kundenkunde (1)

Ein Kunde, der keiner wurde:

Guten Tag,

[…] suche ich das preisgünstigste Lektorat/Korrektorat für […]. Dass die Qualität stimmt, setze ich einfach einmal voraus. Deshalb bitte ich um ein entsprechendes Angebot.

Mit freundlichen Grüßen

Motto: Ich weiß zwar nicht genau, was ich suche, aber kosten soll es möglichst nichts.


4 Kommentare on “Kundenkunde (1)”

  1. autorphilipp sagt:

    So muss das! ;-)

  2. Marik sagt:

    … und da offenbar wahllos eine große Zahl von Lektoraten angeschrieben wurde, hat sich auch bestimmt ein Billigheimer gefunden.

  3. WFHG sagt:

    Saacht mal Kollegen – seid ihr vielleicht a bisserl empfindlich? Ich transponiere frei: „Ich möchte einen Geschirrspüler. Dass Ihr Geschirrspüler Geschirr spült, setze ich einfach mal voraus. Deshalb bitte ich um ein entsprechendes Angebot …“
    Ehrlich, jetzt ist das Geschäft nicht zu Ende, jetzt fängt es erst an! Jetzt seid ihr dran, damit zu erklären, dass Geschirrspüler nicht Geschirrspüler ist, was man beim Ankauf eines Geschirrspülers zu bedenken hat und dergleichen mehr. Je desaströser die Fehlermöglichkeiten, desto logischer ist es, doch euer Produkt zu nehmen, auch wenn’s teurer ist.
    Dass das tatsächlich genau so geht, habe ich mehr als einmal am eigenen Leib erfahren – zum Beispiel bei meinem Kaffeevollautomaten. Da hab ich mir auch gedacht: Ich bin doch nicht bekloppt und zahle 800 € für ein Gerät des Marktführers, wenn es das Gleiche auch für die Hälfte gibt. Leider nur auf dem Papier, darum habe ich mir zuerst das Billige gekauft und dann nach zwei Jahren entnervt zum Marktführer gegriffen. Damit bin ich seit 5 Jahren glücklich, die 400 € vorher, waren, trotz bekannten Namens, leider ein Fall für die Mülltonne. Na los, ran an den Speck!

  4. Marik sagt:

    Ja, es ist so: Textdienstleistungen sind erklärungsbedürftig. Deshalb nervt es eben manchmal, wenn Kunden nur nach einem Pauschalpreis fragen, statt ein Gespräch zu suchen oder sich wenigstens auf der Website über den Anbieter zu orientieren. Natürlich habe ich auch im obigen Beispiel um genauere Informationen und eine Textprobe gebeten, da nur auf dieser Basis ein seriöses Angebot möglich ist …

    Und letztlich ist der Lernprozess ein ähnlicher wie beim Kauf Ihres Kaffeeautomaten. Vor wenigen Wochen hatte ich eine Kundin, die im zweiten Anlauf bei mir gelandet war. Im vorangegangenen Versuch hatte sie das erstbeste Angebot aus den gelben Seiten angenommen und wohl auch gemeint, dass die Qualität schon stimmen werde. Dabei war sie bei einem Schreibbüro statt in einem Lektorat gelandet …


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