KMU – Einzahl oder Mehrzahl?

Die Abkürzung KMU wird seit den 1990er Jahren verwendet für »kleine und mittlere Unternehmen«. Sie stand also ursprünglich für eine Pluralform (vgl. 2011 im Federwerk: Abkürzungen im Plural: AGB und KMU) und erhielt daher kein Plural-s. Und wie sieht es 2014 aus? [Weiterlesen …]

Abkürzungen im Plural: AGB und KMU

Abkürzungen und Kurzwörter erhalten meist keine Deklinationsendungen, weil Kasus (Fall) und Numerus (Zahl) schon durch Artikel oder Satzzusammenhang deutlich werden. Auch das -s im Plural (Mehrzahl) ist deshalb häufig entbehrlich: Für Lkw (seltener: Lkws) gilt Überholverbot. Nur bei femininen Abkürzungen sollte man das -s schreiben, weil sonst eine Verwechslung mit dem Singular (Einzahl) möglich ist: die AGs, die GmbHs, die THs.

Anders liegt der Fall bei AGB und KMU. [Weiterlesen …]

Skandal in Zahlen

Ein Skandal sind die Dioxinwerte in Fleisch und Eiern in jedem Fall. Dennoch hätten die Faktenprüfer bei SPON hier besser nachrechnen sollen:

Nach Angaben des Umweltministeriums in Kiel vom Samstag lagen sieben von acht Testwerten über dem Limit. Mindestens eine Probe überschritt dabei den zulässigen Grenzwert fast um das 73-fache [sic!]. [Weiterlesen …]

Die Normseite: Darfs ein wenig mehr sein?

Die Normseite stammt aus dem Schreibmaschinenzeitalter und diente der Berechnung von Textumfängen. Mit der Möglichkeit, Zeichen (inklusive Leerzeichen) digital zu zählen, ist sie eigentlich überflüssig geworden. Viele Verlage, Übersetzer und Lektoren verwenden die Normseite aber weiterhin. Und so wurde ich erst kürzlich gefragt: »Wie berechnen Sie denn die Normseite? Das scheint ja jeder anders zu machen.« [Weiterlesen …]

Nachteile der DE-Mail überwiegen

Die Idee schien bestechend: DE-Mail könnte als sichere Möglichkeit zum E-Mail-Versand mit Zugang für alle Bürger die Briefpost (in den meisten Fällen) ersetzen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat sich nun den Gesetzentwurf der Bundesregierung für die DE-Mail aus Sicht der Verbraucherrechte angesehen. Er kommt zu dem Schluss, dass die möglichen Risiken die Vorteile für den Bürger deutlich überwiegen. (via Netzpolitik.org) [Weiterlesen …]

Kundenkunde (1)

Ein Kunde, der keiner wurde:

Guten Tag,

[…] suche ich das preisgünstigste Lektorat/Korrektorat für […]. Dass die Qualität stimmt, setze ich einfach einmal voraus. Deshalb bitte ich um ein entsprechendes Angebot.

Mit freundlichen Grüßen

Motto: Ich weiß zwar nicht genau, was ich suche, aber kosten soll es möglichst nichts.

E-Mails mit vielen Adressaten

Ein Bildungsinstitut fragt bei allen Dozenten der letzten Jahre an, ob sie sich am nächsten Programm mit einem Angebot beteiligen möchten. Ein Dienstleister bietet seinen Kunden für einen begrenzten Zeitraum Sonderkonditionen an. Ein anderer verschickt seinen Newsletter per E-Mail.

Drei Beispiele aus den vergangenen Monaten. Zwei der Mails musste ich aus dem Spam-Ordner fischen; auch die dritte sorgte für Verärgerung. Warum? [Weiterlesen …]