Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe

Giesbert Damaschke kündigt in seinen Notizen den Start eines spannenden Langzeitprojektes an: [Weiterlesen …]

Auch beruhigen Sie mich über den Titel

Heute ist er auf allen Kanälen: Alexander von Humboldt (geb. 14. September 1769; gest. 6. Mai 1859) – Naturforscher, Weltreisender, Netzwerker und überaus produktiver Publizist.

Mein Lieblings-Fundstück steht in einem Brief von 1834 an Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858): ein charmantes und zeitloses Briefing für einen Lektor. Nachdem er dem langjährigen Freund und Vertrauten seine Pläne für den Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung detailliert vorgestellt hat, schließt Humboldt: [Weiterlesen …]

Der Markt für Lexika ist ein Bagatellmarkt.

Sagt das Bundeskartellamt laut Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Deshalb hat es den Verkauf der F. A. Brockhaus GmbH (Bifab) an die Wissenmedia GmbH (Bertelsmann) nun freigegeben.

So liest es sich, wenn man Kultur nur nach marktwirtschaftlichen Kennziffern beurteilt.

[Zur Vorgeschiche vergleiche hier im Federwerk.]

Meyers Lexikon online abgeschaltet

»Das Lexikonportal Meyers Lexikon online wird zum 23. März 2009 abgeschaltet.«

So die lakonische Ankündigung auf dem Blog von Meyers online. Sehr schade. Aber es war leider zu erwarten, nachdem die Bifab (Bibliographisches Institut & und F. A. Brockhaus AG) im Dezember bekannt gegeben hatte, dass die Marke Brockhaus verkauft und die Entwicklung enzyklopädischer Werke in Mannheim nicht fortgesetzt wird.

Auch wenn das Kartellamt noch nicht zugestimmt hat: ein Teil der entlassenen Leipziger FABianer setzte zur kollektiven Stellensuche eine eigene Website auf; nun wird Meyers online eingestellt, das zeitweilig als Test für einen geplanten Online-Brockhaus galt (vgl. hier im Federwerk).

Die Ära der gedruckten Universallexika geht zu Ende. Vermutlich. Aber endet damit auch der Bedarf für einen sorgfältig erarbeiteten und redaktionell geprüften Wissensfundus? Was bedeutet der sich anbahnende Lexitus für eine Wissensgesellschaft?

[Weiterlesen …]

Wo deutsche Dichter wohnen

Ein Verlag (bzw. hauptsächlich seine Verlegerin) will dahin gehen, wo die Bücher geschrieben werden. Da ist Berlin schon mal eine gute Wahl. Aber Deutsche Dichter wohnen überall, lästert die F.A.Z. Und Kat Menschik hat die Wohnorte lebender deutscher Schriftsteller in eine Karte eingezeichnet (leider nicht mehr online). Ein paar Dichterinnen kommen auch vor.

Für Pilgerreisende in Sachen (nicht nur deutscher) Literatur ist im Insel Verlag der Literarische Führer Deutschland in seiner ersten Ausgabe nach der Wende erschienen.

Auf ein gutes 2009

Unter Zeiten

Das Perfekt und das Imperfekt
tranken Sekt.
Sie stießen aufs Futurum an
(was man wohl gelten lassen kann).

Plusquamper und Exaktfutur
blinzten nur.

[Christian Morgenstern, Galgenlieder]*

Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit, Energie, Spaß und Erfolg von Jaguar bis Zehenbär 2009!

* In den Anmerkungen zum Text lässt Morgenstern gleich einen Dr. phil. Jeremias Mueller nörgeln: »Dies Gedicht stört durch die vielen Fremdwörter. Verf. hätte hier besser deutsche Ausdrücke gewählt.«

Geschenktipp: ABCDarium in 3D

Gerade noch rechtzeitig zum Verschenken ist es angekommen: das Pop-up-Buch »ABC3D« von Marion Bataille. Es ist ein ABC-Buch, eher für große Kinder geeignet und tatsächlich so wunderbar gemacht, wie das Video verspricht:

Seit Oktober ist es auch im deutschen Internetbuchhandel. (via)