Kundenkunde (1)

Ein Kunde, der keiner wurde:

Guten Tag,

[…] suche ich das preisgünstigste Lektorat/Korrektorat für […]. Dass die Qualität stimmt, setze ich einfach einmal voraus. Deshalb bitte ich um ein entsprechendes Angebot.

Mit freundlichen Grüßen

Motto: Ich weiß zwar nicht genau, was ich suche, aber kosten soll es möglichst nichts.


KuK: Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat heute das Portal der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft (KuK) der Bundesregierung freigeschaltet.

Neben einer Vorstellung der Initiative mit Links zu den Regionalbüros in den Bundesländern findet sich ein Überblick über die Branche mit ihren 11 Teilmärkten (u.a. Buchmarkt und Werbemarkt). Den Rest des Beitrags lesen »


Kunden gibts …

»Ich würde gern ein Auto (ein Haus, ein Boot …) kaufen. Was kostet das bei Ihnen?«
»Das kommt darauf an …«

Wer würde auf eine solche Frage eine andere Antwort erwarten? Designer scheinen da andere Erfahrungen zu haben. Und auch im Lektorat gehören Dialoge wie dieser zum Standardrepertoire.

Mehr solcher herrlich absurden Wortwechsel zwischen Designern und den ganz »speziellen« Kunden gibt es hier:


Ich mach’ was mit Büchern — Wer noch?

Mit dieser Aktion will Leander Wattig die »Sichtbarkeit der Buchbranche im Internet und eine stärkere Vernetzung von deren Mitgliedern« fördern.

Ich mache was mit Büchern: Seit ich mich mit 6 durch die Abenteuer des Burattino (»Das goldene Schlüsselchen«) durchbuchstabiert habe, gehöre ich zu den Bücherwürmern und Büchersammlern. Zahllose Bücher später habe ich das Lesen zum Beruf gemacht: Als freie Lektorin lektoriere, redigiere und korrigiere ich im Auftrage von Verlagen, Agenturen und Privatpersonen Texte, die als Bücher erscheinen sollen. Eine Liste mit Beispielen aus den letzten Jahren findet sich hier.

Wer noch?

Agenten
Autoren
Berater
Blogger
Buchhändler
Bücherwürmer
Hersteller
Illustratoren
Lektoren
Texter
Typografen
Verlagsmitarbeiter

Im MediatrendsWiki können Branchenmitglieder ihre Websites und/oder Blogs eintragen.


Kennen Sie Eike?

Eike designt, textet, lektoriert und korrigiert. Er ist der Neffe, von Beruf Student oder der hilfreiche Nachbar – und vor allem eins: gnadenlos billig. Trotzdem mag niemand Eike. Die Gründe gibts bei » Eike und die heilige Pekunia. (via Textguerilla)


Wie beauftrage ich einen Lektor?

Sehr geehrte Frau K.,
ich bräuchte schnellstmöglich ein Lektorat für meine Diplomarbeit. […]

So beginnt eine E-Mail, die ich heute Morgen erhalten habe. Von einer jener Spaßmailadressen, die weder einen Absender noch eine Institution erkennen lassen. Weitere Kontaktdaten fehlen. Keine Details, kein Abgabetermin. Dafür ist die Datei der Diplomarbeit gleich angehängt, in einem Format, das ich nicht kenne.

Eine erste Anfrage per Mail beantwortet im Idealfall folgende Fragen:

  1. Was sind Thema (bzw. Fachgebiet) und Zweck (Diplomarbeit, Magisterarbeit, Dissertation, Buchpublikation …) des Textes?
  2. Welchen Umfang (bitte Zeichenzahl inkl. Leerzeichen) wird die Arbeit ungefähr haben?
  3. Wann können Sie den gesamten Text zur Verfügung stellen und in welcher Form (Datei, Ausdruck)?
  4. Welche Leistungen möchten Sie in Anspruch nehmen?
  5. Welche Termine sind zu berücksichtigen?
  6. Sorgen Sie für Erreichbarkeit, mindestens mit einer Telefonnummer.

Auch wenn es blitzbrandeilig ist: Schicken Sie keine Anhänge, wenn das nicht abgesprochen ist. Ich jedenfalls öffne keine unverlangt verschickten Dateien fremder Absender.

Wie geht es dann weiter?

Wenn Thema und Termin für mich möglich sind, werde ich Sie um eine Textprobe bitten. Jetzt können wir Details abstimmen und ich werde Ihnen auf dieser Grundlage ein Angebot machen. Wenn Sie mit dem Angebot einverstanden sind, schicken Sie mir das unterschriebene Formular für den Auftrag zurück. So viel Zeit muss sein. Und dann kann es losgehen.

Pi mal Daumen sollten Sie eine Woche Bearbeitungszeit für das Lektorat einer Qualifikationsarbeit einplanen. Ebenso viel Zeit benötigen Sie dann noch einmal, um die vorgeschlagenen Änderungen zu prüfen und zu übernehmen und um die Arbeit technisch fertigzustellen.

Ob Schnellschüsse wie der oben beschriebene auch ihr Ziel erreichen, weiß ich natürlich nicht. Vielleicht hatte ja zufällig jemand auf der Stelle Zeit für ein schnellstmögliches Lektorat …


Preisfrage

N.C. Winters spießt heute einen besonders beliebten Aspekt der Freiheit des Freiberuflers auf, zu Deutsch etwa:

»Ich hätte gern ein Tattoo. Ich kann zwar nichts dafür bezahlen, aber es würde sich sicher großartig in Ihrem Portfolio machen.«
»Jedes Beispiel in unserem Portfolio stammt von einem zahlenden Kunden. Warum sollten Sie etwas umsonst bekommen, nur weil Sie klamm sind?«
»Und warum glauben die Leute dann, dass sie bei einem Grafiker damit durchkommen?«

Hier geht‘s zum Cartoon: Freelance Freedom #43.


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