Nachschlagen bei Duden online

Am 2. Mai 2011 wurde die Duden-Suche durch ein umfangreiches Angebot mit Wörterbuchinhalten aus dem Dudenverlag abgelöst: Duden online.

Die neue Plattform ist laut Pressemeldung des Verlages »ein eigenständiges Angebot im Internet und spiegelt nicht eins zu eins ein gedrucktes Duden-Wörterbuch«.

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Der Apostroph – Form und Funktion

Apostroph KDTDer Apostroph ist ein kleines Zeichen, das im Deutschen nur in wenigen Fällen notwendig ist. Hinzu kommt: Ein orthografisch oder typografisch falsch gesetzter Apostroph stört den Lesefluss (und das Textbild) meist empfindlicher als ein weggelassener.

So klappts (oder: klappt’s) nach den aktuellen Regeln von Orthografie, Typografie und Grammatik mit dem Apostroph: Den Rest des Beitrags lesen »


Die »richtige« Rechtschreibung

Zehn Jahre lang soll Kaiser Wilhelm II. an den Rand von Briefen, die ihn in der damals »neuen« Rechtschreibung erreichten, mit roter Tinte geschrieben haben:

Bitte in der richtigen Orthographie wieder einreichen.

Wilhelm II., Deutscher Kaiser 1888–1918

Und zwar, nachdem diese Rechtschreibung 1901 auf der II. Orthographischen Konferenz als Kompromiss beschlossen und von allen deutschen Länderregierungen gebilligt worden war. Nach 1911 sind solche Vermerke nicht mehr belegt.

Heute gilt diese alte neue Rechtschreibung manchem als »klassisch«.


Abkürzungen im Plural: AGB und KMU

Abkürzungen und Kurzwörter erhalten meist keine Deklinationsendungen, weil Kasus (Fall) und Numerus (Zahl) schon durch Artikel oder Satzzusammenhang deutlich werden. Auch das -s im Plural (Mehrzahl) ist deshalb häufig entbehrlich: Für Lkw (seltener: Lkws) gilt Überholverbot. Nur bei femininen Abkürzungen sollte man das -s schreiben, weil sonst eine Verwechslung mit dem Singular (Einzahl) möglich ist: die AGs, die GmbHs, die THs.

Anders liegt der Fall bei AGB und KMU. Den Rest des Beitrags lesen »


Richtig platzieren und nummerieren

Seit der Reform der Rechtschreibung haben wir häufiger als bisher die Wahl zwischen zwei Schreibungsvarianten. Besonders bei Fremdwörtern gelten oft fremde und integrierte Schreibung gleichberechtigt nebeneinander, auch wenn Duden und Wahrig Empfehlungen aussprechen. Denen können wir uns anschließen oder je nach Textsorte und Zielgruppe entscheiden, welche Schreibung uns angemessen erscheint: Club oder Klub; Facette oder Fassette, Graphik oder Grafik.

Wer normgemäß schreiben will, hat aber nicht immer die Wahl. Den Rest des Beitrags lesen »


Gewinne und Verluste

Wie schreiben Sie: »Gewinn-und-Verlust-Rechnung« oder »Gewinn- und Verlustrechnung«? Das ist ein zuverlässiger Stolperstein in Geschäftsberichten und nicht nur eine Frage der aktuellen Rechtschreibregelung. Den Rest des Beitrags lesen »


Bewerbung: Auf die Namen kommt es an

Fehler passieren. Bevorzugt in Angeboten oder Bewerbungen, bei denen es um einiges geht. Andererseits wird gerade von der Rechtschreibung oft auf den Bildungsstand und/oder die Motivation von Bewerbern (kurz)geschlossen. Jochen Mai (Karrierebibel.de) und Johannes Lenz (Akademiker-Jobbörse Aalma mater) haben für ihre Bewerbungsstudie 260 Personalverantwortliche befragt, wie sie es mit Rechtschreib-, Tipp- und anderen Fehlern in Bewerbungen halten. Den Rest des Beitrags lesen »


Angaben zur Wohnungsgröße

Ich habe heute in den Rostocker Wohnungsanzeigen geblättert. Nein, ich wohne hier sehr gut. Ich wollte nur wissen, ob der Sprachgebrauch regional eher die 2-Raum-Wohnung (Zweiraumwohnung) oder die 2-Zimmer-Wohnung (Zweizimmerwohnung) bevorzugt.

Ergebnis: Es gibt nach wie vor beide Varianten. Viel auffälliger aber ist die »Vielfalt« der Schreibweisen. Da das Ergebnis in allen Anzeigenmärkten (gedruckt oder online) ähnlich aussieht, habe ich den Namen für das gewählte Beispiel entfernt. Dafür sind die »Andersschreibungen« markiert. Der Merkzettel unten zeigt – jeweils in Lang- und Kurzform – die Möglichkeiten, die aktuellen Normen entsprechen. Den Rest des Beitrags lesen »


Reformierte Rechtschreibung nun überall amtlich

Die eine oder andere Frist ist verstrichen, seit 1996 die erste Version der »neuen Rechtschreibung« ihren Weg in die Wörterbücher gefunden hat.

Als ich 1996/97 die ersten Seminare zur »neuen Rechtschreibung« anbot, hieß es oft: »Die wird doch erst 2005 amtlich; bis dahin fließt noch viel Wasser in die Ostsee.« 1998 (Einführung für Schulen und Behörden) und 1999 (Übernahme durch die Nachrichtenagenturen) wollten ganz plötzlich ganz viele sofort ihre MitarbeiterInnen schulen. Das Interesse hielt an – trotz kleinerer Änderungen und Sommertheater 2004 – bis etwa 2006 (Revision und bis jetzt gültige Fassung). Seitdem meint mancher: »Wer weiß, wie oft da noch geändert wird.«

Am 31. Juli 2009 läuft nun in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein die letzte Übergangsfrist aus. In Deutschland und Belgien endete sie am 31. Juli 2007, in Österreich und Bozen-Südtirol zum 31. Juli 2008.

Damit gilt das amtliche Regelwerk (mit Stand vom Februar 2006) dann in Schulen, Ämtern und Behörden aller Länder, in denen Deutsch Amts- oder Minderheitensprache ist.

Die aktualisierten Wörterbücher von DUDEN (Bibliographisches Institut) und WAHRIG (Bertelsmann) liegen seit einer Woche vor. Die Eckdaten habe ich hier in meinem Journal verglichen. Den neuen (digitalen) Duden teste ich ab jetzt im Alltag – Bericht folgt.

Links zur Rechtschreibreform


Ein Bienchen von PONS

Da die Post anderswo fixer war, hatte ich von der gelungenen PR-Aktion und ihren Hintergründen (vgl. Open Source PR) schon bei be|es|ha, ib-klartext und text de luxe (mit weiteren Links) gelesen. Heute kam auch im Federwerk das Mailing von PONS an.

Ich war also vor allem neugierig, welchen Federwerk-Artikel die PR-Leute ausgesucht haben: Sie haben geschickt an diese Notiz über den traditionsreichen Mitbewerber angeknüpft. Das gefällt mir.

Wortwolke Federwerk

Ganz schön ins Zeug gelegt haben sich Anne Pelzer und die beauftragte Agentur, um Blogs (die Rede ist von knapp 100) auszuwählen und mit einem individuellen Text (zum Beispiel inklusive Leberreim für Klaus Jarchow) anzusprechen. Frau Pelzer hat sogar tatsächlich alle Briefe selbst handschriftlich verfasst, wie sie in diesem Podcast erzählt! Strebernote und Bienchen auf der nächsten Seite des Schreibheftes machen das Schulbeispiel komplett. Na ja.

Ich werde jedenfalls gern der Einladung folgen und mir die Online-Version von »PONS. Die deutsche Rechtschreibung« ansehen, die im September als Buch erscheinen soll.

Links:


Faksimile zum Duden-Geburtstag

Konrad Duden (1829–1911) wurde vor 180 Jahren geboren, »der DUDEN« ist gerade 129 Jahre alt geworden.

1880 (laut duden.de am 7. Juli) erschien im Bibliographischen Institut in Leipzig Dr. Konrad Dudens »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache«.

In diesem Wörterverzeichnis wandte Duden die Regeln der preußischen Schulorthografie von 1880 und der bayrischen von 1879 (die jeweils nur eine kleine Wörterliste hatten) auf wesentliche Teile des Wortschatzes an. Es förderte die weitere Vereinheitlichung der Rechtschreibung auf der Grundlage des Schreibgebrauches, die vor allem »Schulmänner« wie Konrad Duden, Verleger und Drucker wünschten.

Diesen »Urduden« von 1880 mit schlanken 187 Seiten und circa 27 000 Wörtern gibt es hier als Faksimileausgabe.
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Das könnte Sie noch interessieren:

Neuer Duden Rechtschreibung (25. Auflage, Juli 2009)


DAS mit dem DASS

In den VDI-Nachrichten beklagt ein Personalberater, dass selbst Manager in der Schreibung oft nicht zwischen das und dass zu unterscheiden verstehen. (via)

Stimmt. Ein Indiz für das Zurückfallen der Sprachkultur auf das Niveau von Tarzan und Jane ist es aber nicht. Die Regel ist seit Jahrzehnten eine der häufigsten Quellen für Rechtschreibfehler. Das galt schon vor der Reform, als dass noch daß geschrieben wurde. Ein Grund mag darin liegen, dass die falsche Schreibung an dieser Stelle nie zu Missverständnissen führt.

Die Unterscheidung ist eine konventionelle – der Vergleich des Personalers mit den verschiedenfarbigen Socken zum Anzug trifft es. Konventionen sind nicht nur in der Rechtschreibung »gefährdet«, sich mit der Zeit abzuschleifen. Wir beobachten das derzeit zum Beispiel bei der Unterscheidung von derselbe/der gleiche oder bei als und wie im Vergleich (Er ist jünger als/wie seine Schwester).

Der ursprüngliche Entwurf für die reformierte Rechtschreibung sah übrigens auch vor, in Zukunft nur noch das zu schreiben. Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt. Und bis dahin beachte man die Regel am besten in allen Situationen bzw. Texten, in denen es (auch) auf Konventionen ankommt – und die falschen Socken zum Anzug peinlich wären.

Für den Spickzettel:

1. Man schreibt das mit [s], wenn man es durch dieses, jenes oder welches ersetzen kann. 2. Man schreibt es mit [ss], wenn man es nicht ersetzen kann.

Das Buch, das (welches) Sie bestellt haben, ist längst erschienen. Dass es bereits vergriffen ist, wundert mich nicht. Ich hoffe, dass bald eine Nachauflage erscheint. Dass du mir pünktlich bist!


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