Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 4)
Veröffentlicht: 1. Dezember 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Binnengroßschreibung, Eigennamen, Groß- und Kleinschreibung, Lektor, Lektorat, Rechtschreibung, Werbelektorat 5 Kommentare »Für Eigennamen gelten in allen Bereichen der Rechtschreibung (vgl. Teil 1, 2, 3) die Regeln nur, sofern im Einzelfall nichts anderes festgelegt ist.
Groß- und Kleinschreibung
Faustregel: Bestandteile von Eigennamen werden mit Ausnahme von Artikeln, Präpositionen und Konjunktionen großgeschrieben: Carl von Ossietzky, Unter den Linden, Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren.
E2: In einigen der oben genannten Namengruppen kann die Schreibung im Einzelfall abweichend festgelegt sein […] [In: Amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung, D Groß- und Kleinschreibung, 2.3 Eigennamen …, E2]
Auch hier gilt es also, im Zweifelsfalle die genaue Schreibung zu recherchieren: Das Spektrum reicht von Kleinschreibung (taz, konkret, heute) über Binnengroßschreibungen (EuroSpeedway Lausitz, OstseeJazz) bis zu Versalschreibungen (AIDA Cruises).
Mitunter werden Moden bis über die Schmerzgrenze strapaziert, ohne dass dies einen Vorteil (für die Lesbarkeit, grafische Gestaltung oder wenigstens für die Werbung) hat. Das führt zu Schreibungen wie: NaturErlebnisZentrum Müritzeum, DanGastQuellbad in Dangast, NaturThermeTemplin …
Als Schreiber orientiert man sich am besten daran, wie der Namensträger selbst schreibt. Gibt es auch dort Unentschiedenheit, wurde mal wieder an Text und Lektorat gespart.
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Eigennamen und Rechtschreibung Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4
Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 3)
Veröffentlicht: 25. November 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: amtliche Schreibung, Bindestrich, Getrennt- und Zusammenschreibung, Mecklenburg, Rechtschreibung, Schreibung von Eigennamen 2 Kommentare »Gelten Rechtschreibregeln auch für Eigennamen? Im Prinzip ja, wenn nicht im Einzelfall etwas anderes festgeschrieben ist (vgl. Teil 1). Häufig ist das inzwischen auch in der Getrennt- und Zusammenschreibung und besonders beim Bindestrichgebrauch der Fall.
Schreibungen mit Bindestrich
[…] Die Schreibung mit Bindestrich bei Eigennamen entspricht nicht immer den folgenden Regeln, so dass nur allgemeine Hinweise gegeben werden können. Zusammensetzungen aus Eigennamen und Substantiv zur Benennung von Schulen, Universitäten, Betrieben, Firmen und ähnlichen Institutionen werden so geschrieben, wie sie amtlich festgelegt sind. [In: Amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung, C Schreibung mit Bindestrich, Vorbemerkungen, 2]
Nach den »Faustregeln« (§§ 46–52 des Regelwerkes) schreibt man: Eva-Maria, Herr Müller-Lüdenscheid, Graal-Müritz, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Thomas-Müntzer-Platz, Ingeborg-Bachmann-Preis.
Daneben gelten die amtlichen Einträge (vgl. Teil 1) mit abweichenden Bindestrichschreibungen, zum Beispiel: Robert Koch-Institut, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Hierher gehören auch die Schreibungen ganz ohne Bindestriche, die (leider?) immer beliebter werden: Störtebeker Festspiele Ralswiek, Kempinski Grand Hotel Heiligendamm, Meyer Werft GmbH. Fast alle Verlage schreiben sich so: Suhrkamp Verlag, Wallstein Verlag (daneben: Aufbau-Verlag, aber: Aufbau Taschenbuch Verlag). Manche dieser Getrenntschreibungen sind auch schon historisch: Kirch Rosin, Raben Steinfeld.
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PS: Die Launen des Schreibgebrauchs
Veröffentlicht: 23. November 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Abkürzung, Duden, PS, Rechtschreibung, Schreibgebrauch, Usus scribendi, Werbebrief 8 Kommentare »Für manche Schreibungen gibt es Regeln. Die meisten aber sind über lange Zeiträume im Schreibgebrauch entstanden, sie sind so Usus. Erst viel später sind sie in Wörterbüchern und Regeln erfasst worden.
So ist es auch für Abkürzungen, die lange gar nicht Gegenstand der Rechtschreibregelung waren. Mit Punkt, ohne Punkt, mit Spatium oder ohne … Das Ergebnis ist eine bunte Vielfalt, der am besten mit einem verlässlichen und aktuellen Wörterbuch (oder Lektor) beizukommen ist.
Mitunter aber kann sich der Schreibgebrauch für keine Variante entscheiden. Das scheint beim Postskriptum im Brief so zu sein (via). PS kommt geschrieben und gesprochen fast ausschließlich als Abkürzung vor, obwohl die meisten (?) noch wissen, wofür sie steht: lat. post scriptum, die »Nachschrift«.
PS: Die Abkürzung für Postskript[um] enthält keine Abkürzungspunkte und kein Leerzeichen. Nach PS kann mit oder ohne Doppelpunkt angeschlossen werden.
© Duden – Richtiges und gutes Deutsch, 6. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Ursprünglich nutzte man das Postskriptum, um im handgeschriebenen Brief (den gab’s tatsächlich mal) etwas nachzutragen, was man vergessen hatte. Erkennntnisse der Werbestrategen über die »natürliche Lesekurve« haben dem PS im letzten Jahrzehnt zu einer neuen Funktion verholfen.
Neugierig geworden durch diesen Beitrag, habe ich mir die Versionsgeschichte der Abkürzung im Duden angesehen:
7. Aufl. (Lpzg.; Wien 1902): Postskript(um), [keine Abk. verz.]
8. Aufl. (Lpzg.; Wien 1909): Postskript(um), [keine Abk. verz.]
9. Aufl. (Leipzig 1924): Postskript(um), Abk.: P. S.
11. Aufl. (Lpzg. 1937): Postskript(um), Abk.: PS.
13. Aufl. (Lpzg. 1954): Postskript(um), Abk.: PS
18. Aufl. (Lpzg. 1987): Postskript(um), Abk.: PS od. P. S. (lat.)
20. Aufl. (Mannheim; Lpzg. u.a. 1991): Postskript(um), Abk.: PS
24. Aufl. (Mannheim; Lpzg. u.a. 2006): Postskript(um), Abk.: PS
Da wurde doch wirklich mal die ganze Vielfalt ausgeschöpft. Das heutige »PS« ohne Punkt gibt es in der amtlichen Rechtschreibung spätestens seit 1954, also noch vor der Trennung in Leipziger und Mannheimer (14. Aufl. 1954) Duden.
Als alleinige amtliche Variante scheint PS seit dem Einheitsduden von 1991 zu gelten. Die Reform hat sich mit Abkürzungen nicht befasst. Doch bei dieser Unentschiedenheit bewahrt der Schreibgebrauch einfach alle drei Möglichkeiten. »Für wenns mal wieder anders kommt.«
Falls jemand einen alten Mannheimer Duden in Reichweite hat: Ich würde die Lücken gern füllen.
Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 2)
Veröffentlicht: 20. November 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: amtliche Schreibung, Eigennamen, Mecklenburg, Personennamen, Rechtschreibung, Rostock Schreibe einen Kommentar »Rechtscheibregeln gelten heute für Eigennamen nur bedingt (vgl. Teil 1). Darum bewahren sie alte Schreibungen (Theodor, Thalbach, Clausthal, Bayern) mit [th], [c] und [y], die 1901 in deutschen Wörtern abgeschafft wurden. Sie konservieren auch noch ältere Schreibungen (Lohff, Rhein, Wieck, Woldegk, Loids).
Das ist eine Konvention, die historisch gewachsen ist. Als in der Goethezeit die heutigen Schrifttypen [ä], [ö], [ü] für die Umlaute die bisherigen [ae], [oe], [ue] bzw. die Varianten mit dem darübergesetzten [e] langsam ersetzten, schrieb man zum Teil auch Göthe. Der Vater der Germanistik Jacob Grimm, der das [c] in deutschen Wörtern für überflüssig hielt, verteidigte es in seinem Vornamen.
Buchstabe für Buchstabe
Da die Eigennamen heute ihren eigenen Festlegungen folgen, sind sie von Regeländerungen und Reformen in der Rechtschreibung nicht betroffen.
Das gilt auch für die jüngste Reform. Die Litfaßsäule behält ihr Eszett, weil Litfaß ein Personenname ist. Der Darß und die Gemeinde Schorssow schreiben sich historisch so eigenwillig.
Mancherorts hat man bei schwankendem Schreibgebrauch die regelgemäße Schreibung vorgezogen: Im Jahr 2003 hat das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock einen Umzug genutzt, um seinem Namen ein weiteres [f] hinzuzufügen und die Diskussion um Rechtschreibung und Namensrecht zu beenden. Die Stadt Saßnitz hat sich 1993 (d.h. vor der Reform) für die Variante Sassnitz entschieden, die der neuen S-Schreibung (zufällig?) entspricht.
Aber auch das Gegenteil ist möglich: Das Ostseebad Thießow hat 1995 seine Schreibung sogar gegen alte und neue Regeln zu Thiessow geändert. Man gönnt sich ja sonst nichts.
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Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 1)
Veröffentlicht: 19. November 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: amtliche Schreibung, Eigenname, geografische Namen, Orthografie, Personenname, Rechtschreibung, StAGN 1 Kommentar »Die Möwen können wir ruhig alle Emma nennen. Aber sonst ist man mit Eigennamen besser eigen. Manche Person legt Wert auf eine bestimmte Aussprache: Angela M. wird auf der ersten Silbe betont; Charlotte R. übt jeweils mit Moderator und Publikum. Und auch bei der Schreibung kommt’s drauf an: Meyer mit Ypsilon? Schmidt mit DeTe? Die falsche Schreibung kann im Zweifel ein K.-o.-Kriterium für einen Text sein.
Bei Eigennamen haben die Rechtschreibregeln eher den Charakter von Faustregeln: Sie gelten häufig, aber mit vielen Ausnahmen. Das betrifft Namen von Institutionen, Vereinigungen, Firmen und Marken ebenso wie Titel von Zeitungen und Zeitschriften oder Fernsehsendungen, geografische Namen oder Namen von Straßen oder Plätzen.
In der »Amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung« (» PDF) von 2006 finden sich daher wiederholt ergänzende Hinweise wie dieser:
Für Eigennamen (Vornamen, Familiennamen, geografische Eigennamen und dergleichen) gelten im Allgemeinen amtliche Schreibungen. Diese entsprechen nicht immer den folgenden Regeln. [In: A Laut-Buchstaben-Zuordnungen, Vorbemerkungen, 3.2]
Für die hier gemeinten »amtlichen Schreibungen« ist nicht die »amtliche Rechtschreibung« (und auch nicht Duden oder Wahrig) zuständig, sondern:
- Amtliche Einträge für Personennamen enthalten die örtlichen Personenstandsbücher (ab 2009 Personenregister) beim Standesamt, die sogar amtlichen Hör- und Tippfehlern Gültigkeit verleihen.
- Amtlich sind Firmen- und Markennamen, wenn sie ins Handelsregister bzw. ins Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt in München eingetragen sind.
- Für die Standardisierung geografischer Namen ist im deutschsprachigen Raum der Ständige Ausschuss für geographische Namen (StAGN) zuständig.
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Umfrage: Ottogravieh in Blogs
Veröffentlicht: 31. Oktober 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung, Schreiben und Publizieren | Tags: Bloggen, Copy Editor, Fehler, Grammatik, Lektor, Rechtschreibung Schreibe einen Kommentar »Orthografische, grammatische und sachliche Fehler passieren – gerade beim schnellen Bloggen. Eine Umfrage für englischsprachige Blogs (via BasicThinking) wollte nun wissen, ob das tatsächlich Einfluss auf den Erfolg eines Blogs hat. Die wichtigsten Ergebnisse laut ReadWriteWeb:
- Orthografische und grammatische Fehler schaden dem Ansehen eines Blogs beim Leser, seiner Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen und den Inhalt weiterzuverlinken, fast ebenso sehr wie sachliche Fehler.
- Die Teilnehmer der Umfrage meinen, dass orthografische und grammatische Fehler auf Blogs verbreitet sind. Nur 20 % sagten, dass sie solche Fehler selten oder nie bemerkt haben.
In einem Kommentar heißt es gar: »Some top bloggers are good writers but behind every good writer is a great editor.«
Heute ist Herbst-Tagundnachtgleiche
Veröffentlicht: 22. September 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Bindestrich, Durchkopplungsbindestrich, Rechtschreibung, Tagundnachtgleiche 1 Kommentar »Tag und Nacht sind an diesem Tag gleich lang, wird uns wie jedes Jahr zum Herbst- und Frühlingsanfang erklärt. Nur in der Schreibung ist – auch wie jedes Jahr – nichts gleich.
Google bietet schon auf der ersten Seite fünf Varianten:
a) Tag und Nacht Gleiche
b) Tag- und Nachtgleiche
c) Tag und Nachtgleiche
d) Tag-und-Nacht-Gleiche
e) Tagundnachtgleiche
Wer sich an die aktuelle Rechtschreibung halten will, hat die Wahl zwischen Durchkopplungsbindestrich (d) und Zusammenschreibung (e). Wer traditionell (vorreformiert) schreibt, muss etwas sparsamer mit Bindestrichen sein: laut Duden von 1991 Tagundnachtgleiche, erst die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche bekommt einen Bindestrich.
Durch Umformung in eine Wortgruppe lässt sich leicht Klarheit für die Schreibung gewinnen: Es geht um »die Gleiche (Gleichheit) von Tag und Nacht«. Die Wortgruppe »Tag und Nacht« bestimmt das Grundwort näher; deshalb ist nur Durchkopplung oder Zusammenschreibung möglich.
Die Volltextsuche der Office-Bibliothek liefert folgende analoge Beispiele, bei denen es in der Schreibpraxis ebenso bunt zugeht:
die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät
das Auf-und-ab-Gehen
die Berg-und-Tal-Bahn
die Berg-und-Tal-Fahrt
die Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede
die Ex-und-hopp-Flasche
der Wald-und-Wiesen-Tee
das Frage-und-Antwort-Spiel
die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche | Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche
die Gewinn-und-Verlust-Rechnung
das Goethe-und-Schiller-Denkmal
das Katz-und-Maus-Spiel
das Pfeffer-und-Salz-Muster
die Sturm-und-Drang-Zeit
Diese Fälle sind zu unterscheiden von Beispielen, in denen der Bindestrich als Ergänzungsbindestrich steht, der die Wiederholung eines Wortes erspart: Hin- und Rückflug (= Hinflug und Rückflug). Ganz einfach, oder?
Das Versal-Eszett in der Rechtschreibung
Veröffentlicht: 22. August 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Eszett, Rechtschreibung, Versal-ß, Versal-Eszett 5 Kommentare »Die bisherigen Rechtschreibregelungen (egal ob traditionell oder reformiert) gehen davon aus, dass es keinen Versalbuchstaben (Großbuchstaben) für das Eszett gibt. Bei Satz in Versalien oder Kapitälchen sehen sie deshalb den Ersatz durch Doppel-S vor, zum Beispiel in der Rostocker MASSMANNSTRASSE.
Wie hier auf Federwerk berichtet, wurde das Versal-Eszett im April 2008 in den internationalen Zeichensatz aufgenommen. Mancherorts wurde sogleich gemutmaßt, nun wäre eine erneute Rechtschreibreform vonnöten.
Aber selbst die Duden-Sprachberatung zeigt sich da pragmatisch, wie in ihrem Newsletter vom 22. August 2008 zu erfahren ist:
Die internationale Organisation für Normung (ISO) hat nun – in den internationalen Zeichensätzen ISO-10646 und Unicode 5.1 – ein Zeichen für das große Eszett festgeschrieben: eine wichtige Neuerung, besonders für Buch- und Zeitungsverlage, aber eine, die nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung ist. Allerdings darf mündigen Bürgerinnen und Bürgern im Einzelfall getrost die Entscheidung überlassen werden, ob sie das große Eszett etwa für die Schreibung ihres Namens nutzen oder nicht.
Wer solche Sprachtipps künftig frei Haus bekommen möchte, kann den Duden-Newsletter kostenlos abonnieren. Im Archiv findet man die alten Ausgaben zum Stöbern.
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Veröffentlicht: 29. Januar 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Linktipps, Orthografie, Rechtschreibung 1 Kommentar »Bei den Angeboten, die eigenen Rechtschreibfähigkeiten im Internet zu verbessern, bleiben die üblichen Verdächtigen nach wie vor unter sich. Ich habe mir dabei nur Kurse angesehen, die kostenlos und auf dem aktuellen Stand vom Juni 2006 sind. Die Reihenfolge ist in diesem Fall durchaus als Rangfolge gemeint.
Die Bereiche der Neuregelung (außer Worttrennung) kann der Nutzer nach Bedarf einzeln auswählen. Zu jedem Bereich werden die wichtigsten Regeln vorgestellt, die dann jeweils an zahlreichen Beispielen online geübt werden können. Sehr gut gefällt mir, dass nach jeder Einzelfrage die Auswertung mit einem (für das Lernen sehr hilfreichen) Kommentar folgt. Auch Schreibungsvarianten sind hier berücksichtigt.
2. Online-Kurs auf Akademie.de
Nach einem Einstiegstest stellt der Kurs Überblickswissen zu den einzelnen Bereichen (ohne Worttrennung) bereit. Es folgen Übungen mit Online-Auswertung, allerdings wird die richtige Schreibung lediglich unkommentiert genannt. Das fördert das ohnehin beliebte Lernen durch Versuch und Irrtum, das für die Rechtschreibung nur wenig geeignet ist.
3. Duden-Crashkurs von Christian Stang
In 25 Schritten wird die neue Rechtschreibung in Regeln und Beispielen dargestellt. Aus didaktischer Sicht ist es hinderlich, dass in den Regeln stets neue und alte Schreibung genannt werden. Das gilt für Regeln, in denen eine neue die alte Schreibung ersetzt wie bei »Fluss statt Fluß«, sodass die inzwischen ungültige Schreibung unnötig ins Gedächtnis gerufen wird. Genauso sind Fälle dargestellt, in denen eine neue Variante neben eine weiterhin gültige Schreibung tritt (und sie keineswegs ersetzt) wie bei »Exposee statt Exposé«, auch wenn das im Text deutlich wird. Leider verzichtet der Crashkurs auf Übungen.
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