Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation
Veröffentlicht: 5. Januar 2009 Einsortiert unter: Fundsachen, Schreiben und Publizieren | Tags: geistiges Eigentum, geistiges Schaffen, Kreativität, Urheberrecht Schreibe einen Kommentar »Die Europäische Union hat 2009 zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation erklärt. Damit soll die Bedeutung geistigen Schaffens für die persönliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung herausgestellt werden.
»Ich begrüße es sehr, dass die Europäische Union Kreativität und Innovation in den Fokus für das kommende Jahr gerückt hat. Gerade in schwierigen Zeiten bieten neue künstlerische und technische Ideen Perspektiven für eine positive wirtschaftliche Entwicklung«, erklärte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. »Kreativität und Innovation brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, um sich zu entwickeln. Dazu gehört auch und vor allem das Recht. Wir müssen den Schutz von Ideen und die Teilhabe der Allgemeinheit an geistigem Schaffen ständig in einer gerechten Balance halten. […]«, so die Ministerin weiter.
Aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Justiz vom 29. Dezember 2008, die anschließend die Vorhaben aufzählt, mit denen das Recht des geistigen Eigentums im kommenden Jahr fortentwickelt werden soll. (via Textguerilla!)
Links zum Trendthema E-Book
Veröffentlicht: 8. Dezember 2008 Einsortiert unter: Elektronisches Publizieren | Tags: digitales Publizieren, E-Book, Elektronisches Publizieren, Krise des Buches, Linktipp, Zukunft des Buches 2 Kommentare »Zwei interessante Artikel zur Debatte um das digitale Publizieren stehen auf dem IBI-Weblog (Weblog am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin).
Der erste Artikel »Wenig Neues zum Thema No. 1« kommentiert den FAZ-Artikel zur E-Book-Konferenz und meint, dass das E-Book für traditionelle Buchinhalte zunächst keine Erleichterung für den Leser ist.
Verlage wie auch Bibliotheken sollten daher möglicherweise zu ihrem gemeinschaftlichen Sinnieren zum Thema Nummer 1 des Jahres 2009 den Gedanken hinzufügen, dass Texte für elektronische Darstellung schon strukturell anders sein sollten, als die, die für die Buchpublikation geschrieben, gesetzt und gelayoutet wurden (Thema: Longlist). […] Print-on-demand ist für das Zugänglichmachen vergriffener Titel sicher die bessere Variante. […] Die wirkliche E-Book-Belletristik braucht dagegen erst einmal passende Schriftsteller. Die Talentscouts der Verlage sollten für die Zukunft durchaus auch mal in dieser Richtung suchen.
Mit »Das Buch ist ein Hammer« wird die These vertieft, dass das gedruckte Buch für seinen Zweck ein perfektes Medium ist, während das neue Medium erst seine Form und Funktion finden muss.
Eigentlich denken diejenigen, die im E-Book und E-Publishing nur die Fortsetzung Gutenbergs mit dem anderen Mittel der elektronischen Lettern sehen, nicht konsequent genug. Es ist nicht die Frage nach einer Technologie, sondern die nach einer Technologie und der zu ihr passenden Funktion, in diesem Fall »Texte« oder »Inhalte«.
Hier beginnt die Diskussion spannend zu werden, auch wenn technische und rechtliche Fragen (vgl. hier) natürlich ebenso beantwortet werden müssen.
Konferenz zu E-Books in München
Veröffentlicht: 6. Dezember 2008 Einsortiert unter: Elektronisches Publizieren, Schreiben und Publizieren | Tags: Buchmarkt, digitales Publizieren, E-Book, Federwerk, Zukunft des Buches 2 Kommentare »In der FAZ berichtet Hubert Spiegel unter dem Titel »Zögert nicht, handelt!« von der bislang größten E-Book-Konferenz im deutschsprachigen Raum an der Akademie des deutschen Buchhandels in München. (via)
Aber deutsche Verleger konnten sich bis vor wenigen Wochen auch noch nicht vorstellen, dass der vor zehn Jahren als vermeintliche Totgeburt gestartete eBook-Reader, das digitale Lesegerät, das wichtigste Thema des Jahres 2009 für sie werden könnte. Die Buchbranche hat über Jahre in zwei Kernbereichen umgekehrt proportionales Wachstumsverhalten gezeigt: Man hat immer mehr Titel auf den Markt geworfen und immer weniger Phantasie entwickelt.
Der amerikanische E-Book-Markt hat seinen Umsatz in den letzten drei Jahren nahezu vervierfacht. Noch weiß niemand, ob die Entwicklung auf dem deutschen Markt ähnlich verlaufen wird. Welche Marktsegmente werden davon profitieren? Wie wirkt sich das auf die Arbeitsabläufe in Verlagen im Einzelnen aus? Wie kann man dafür sorgen, dass Urheber weiterhin von ihrer Arbeit leben können?
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Weitere Artikel zum Thema:
- Helmut Martin-Jung in der SZ: »Die Daten des jungen Werthers. Deutsche Verlage bekennen sich zum elektronischen Buch – die Technik dafür ist reif und der Erfolg in den USA überzeugend«
- Literaturcafe.de: »eBook-Konferenz in München: Warten auf Amazon und Google«
- Wie werden wir in Zukunft lesen?
Wie werden wir in Zukunft lesen?
Veröffentlicht: 4. Dezember 2008 Einsortiert unter: Elektronisches Publizieren, Schreiben und Publizieren | Tags: Buchmesse, digitales Publizieren, E-Book, Zukunft des Buches 4 Kommentare »Das Thema der Frankfurter Buchmesse war am 28. November 2008 Gegenstand einer Podiumsdiskussion im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann: »Überleben in digitalen Zeiten: Welche Zukunft hat das Buch?«
Das Gespräch wurde live übertragen in der Reihe Medienquartett des Deutschlandfunks (via: Publishblog). Die Sendung (42 Minuten) kann man hier online anhören.
Denis Scheck (Literaturkritiker, DLF) bleibt ganz gelassen. Das digitale Buch sei gut für alle, die professionell mit Büchern umgehen, der Markt bei Lesern dagegen überschaubar. Ansonsten liebe er Literatur, nicht unbedingt das Buch von heute. Und die habe eine größere Zukunft als Fernsehen und Internet zusammen.
Johano Strasser (Präsident P.E.N. Zentrum Deutschland) hält digitale Publikationsformen für eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit, aber keinen Ersatz für das Buch.
Carola Müller (Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) sieht für wissenschaftliche Verlage, die nur Printangebote machen, keine Zukunft. Die Textstrukturen würden sich entsprechend entwickeln, da für Print konzipierte Texte sich nicht für die digitale Publikation eignen. Das digitale Publizieren beschleunige den Prozess der Konzentration und »Marktbereinigung« in Buchhandel und Verlagslandschaft. Andererseits könnten neue Publikationsformen die dauerhafte Vorhaltung z.B. geisteswissenschaftlicher Titel ermöglichen.
Hans Janke (Fernsehspielchef ZDF) hängt (wie alle anderen) am Buch, hält aber die Entwicklung für ebenso wenig vorhersagbar, wie es die Medienentwicklung der letzten 10 Jahre war. Doch bei allen Verwerfungen: Es gebe kein Indiz für das Verschwinden des Buches.
Alle sind sich einig darin, dass für digitale Publikationen Fragen der Sicherung der Urheberrechte und der Vermarktung derzeit ungeklärt sind. Die drängendste Frage besteht also darin, wie die Produktion von hochwertigen Inhalten wirtschaftlich gesichert und realisiert werden kann. Egal, wie wir in Zukunft lesen werden.
Umfrage: Ottogravieh in Blogs
Veröffentlicht: 31. Oktober 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung, Schreiben und Publizieren | Tags: Bloggen, Copy Editor, Fehler, Grammatik, Lektor, Rechtschreibung Schreibe einen Kommentar »Orthografische, grammatische und sachliche Fehler passieren – gerade beim schnellen Bloggen. Eine Umfrage für englischsprachige Blogs (via BasicThinking) wollte nun wissen, ob das tatsächlich Einfluss auf den Erfolg eines Blogs hat. Die wichtigsten Ergebnisse laut ReadWriteWeb:
- Orthografische und grammatische Fehler schaden dem Ansehen eines Blogs beim Leser, seiner Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen und den Inhalt weiterzuverlinken, fast ebenso sehr wie sachliche Fehler.
- Die Teilnehmer der Umfrage meinen, dass orthografische und grammatische Fehler auf Blogs verbreitet sind. Nur 20 % sagten, dass sie solche Fehler selten oder nie bemerkt haben.
In einem Kommentar heißt es gar: »Some top bloggers are good writers but behind every good writer is a great editor.«
Selber denken macht schlau
Veröffentlicht: 30. Oktober 2008 Einsortiert unter: Fundsachen, Schreiben und Publizieren | Tags: Diplomarbeit, Hochschulschriften, Master Thesis, Plagiat, Urheberrecht Schreibe einen Kommentar »Studenten, die Studienarbeiten aus dem Internet kopieren, soll in Baden-Württemberg ab März der Rauswurf drohen. Das Wissenschaftsministerium hat dem Landtag eine Verschärfung des Hochschulgesetzes vorgeschlagen. Demnach wird das Anfertigen eines Plagiats ausdrücklich zu einem Exmatrikulationsgrund erklärt.
Das berichtet Spiegel online in »Abschreibern droht Uni-Rauswurf« (via VFLL-Blog).
Man erhoffe sich davon vor allem eine Signalwirkung. Ob diese Strafe in jedem Einzelfall angemessen ist, soll die Hochschule jeweils einschätzen. Allerdings eben nur, wenn die AbschreiberInnen Studenten sind. Schwieriger wird es, wenn der geistige Diebstahl durch einen verbeamteten Lehrstuhlinhaber begangen wird, wie Unispiegel hier berichtete.
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Verwandte Artikel:
– Plagiate machen dumm
– Dossier zum Urheberrecht bei bpb
Manchmal wird ein Buch draus
Veröffentlicht: 2. Oktober 2008 Einsortiert unter: Schreiben und Publizieren | Tags: Autor, Lektorat, Prokrastination, Schreibblockade Schreibe einen Kommentar »Annette Anton, Programmchefin beim Campus Verlag, erklärte bei einer Buchpremiere, dass sie froh und »geradezu überrascht« sei, ab und zu ein fertiges Buch in Händen zu halten. Auf Nachfrage erfuhr Kathrin Passig dies:
Es ist ja so, dass die Mehrheit der Buchideen, die einem angeboten wird, nie den Weg zum fertigen Buch findet. Der Normalfall ist eher, dass der Autor nicht schreibt, verspätet schreibt, das Falsche schreibt, ewig aus seiner Schreibblockade nicht herausfindet, ganz am Ende etwas schreibt und das dann viel zu spät abgibt. […]
[…] Unter den Autoren, die man schon unter Vertrag hat, gibt es doch auch erstaunlich viele pünktliche. Ich würde mal sagen, zwanzig Prozent geben pünktlich ab, zehn Prozent geben gar nie irgendetwas ab, und der Rest bewegt sich irgendwo dazwischen.
Den ganzen Text »Prokrastination im Autorenberuf« gibt es auf prokrastination.com.
Eine neue Lese-Ecke im Web
Veröffentlicht: 2. Oktober 2008 Einsortiert unter: Schreiben und Publizieren | Tags: Buchhandlung, Leseecke, Readbox, Veröffentlichen 2 Kommentare »In der Buchhandlung um die Ecke kann ich in den Büchern schmökern, bevor ich mich zum Kauf entschließe. Für Bücher kleinerer und unabhängiger Verlage und neuer Autoren, die den Weg dorthin noch nicht finden, startet mit der readbox heute eine Alternative im Netz.
Auf der »Plattform für unabhängige Literatur« kann laut Selbstauskunft jeder die Bücher der beteiligten Verlage und Autoren im Volltext lesen oder anhören, bewerten und empfehlen. Wer eines der Bücher kaufen möchte, hat die Wahl zwischen digitalen Versionen für unterschiedliche Geräte und dem gedruckten Buch.
Die Idee scheint mir interessant – mal sehen, ob es die beteiligten Texte auch sind.
Zum Weiterlesen: Die readbox hat ab heute geöffnet!
Eine Literaturagentur finden
Veröffentlicht: 15. September 2008 Einsortiert unter: Schreiben und Publizieren | Tags: freie Lektorin, Lektorat, Literaturagentur, Verlag 3 Kommentare »Schreibende, die ein erstes Buch veröffentlichen möchten, suchen häufig eine freie Lektorin und hegen gleichzeitig die Hoffnung, sie könnte das Manuskript nach dem Lektorat an einen Verlag vermitteln.
Lektorat und Literaturagentur sind aber in der Regel unabhängig voneinander, und das ist aus gutem Grund so. Wenn beides aus einer Hand angeboten wird, sollten Sie sogar besonders genau hinsehen.
Als freie Lektorin arbeite ich an der sprachlichen, strukturellen und inhaltlichen Verbesserung von Manuskripten, die (wenn es um Buchprojekte geht) Verlage bereits für die Veröffentlichung vorgesehen haben. Ein Lektorat kann aus einem guten Text einen noch besseren machen.
Ob ein Manuskript aber so erfolgversprechend ist, dass ein Verlag ein Buch daraus machen möchte, erkennen Verlagslektor oder Literaturagent vor einem Lektorat. Wenn das für Ihren Text der Fall ist, übernimmt ein interessierter Verlag das Lektorat – und auch die Kosten dafür.
Wenn Sie Ihren Text also in einem Verlag als Buch publizieren möchten (und nicht im Selbstverlag oder bei einem der berüchtigten Druckkostenzuschussverlage), dann stellen Sie das Projekt am besten zuerst einer Literaturagentur oder einem Verlag vor, in dessen Programm es passt.
Wodurch sich eine seriöse Literaturagentur auszeichnet, beschreibt Christine Koschmieder im Blog Autorenschrittmacher:
Eine seriöse Literaturagentur verfügt über Erfahrungen in der Vermittlung von Manuskripten und über gute Kontakte in die Verlage und in die Buchbranche generell. Ihr Interesse besteht in der Vermittlung eines auf dem Buchmarkt Erfolg versprechenden Autors/Autorin an einen passenden Verlag. Das finanzielle Risiko dabei trägt die Literaturagentur, d.h., für AutorInnen werden keinerlei Vorleistungen, in welcher Form oder Verkleidung auch immer, fällig […]
Sprich, Sie als Autor gehen an keiner Stelle in finanzielle Vorleistung! Und wenn Ihnen eine Agentur erzählen will, Ihr Manuskript müsse erst überarbeitet oder lektoriert werden, weil es so keine Chancen auf dem Markt habe, dann lassen Sie besser die Finger davon. […]
Sie verweist auf eine bei uschtrin.de veröffentlichte Liste von Literaturagenturen, die als seriös gelten. Hier können Sie sich unter anderem über Schwerpunkte, Erfolgsprovisionen, Arbeitsweise und Erfolgsquoten der einzelnen Agenturen orientieren.
Ergänzende Artikel zum Thema
auf Literaturcafe.de:
- »So erkennen Sie dubiose Literaturagenten und Literaturagenturen«
- »Welche Verlage und Literaturagenturen wir Ihnen empfehlen können«
Von Tagebüchern und Weblogs
Veröffentlicht: 17. August 2008 Einsortiert unter: Schreiben und Publizieren | Tags: Autobiografie, Tagebuch, Tagebucharchiv, Tagwerke, Weblog Schreibe einen Kommentar »Tagebuchschreiber schreiben Briefe an sich selbst, Autoren privater Weblogs Briefe an alle, sagt Psychologin und Buchautorin Elisabeth Mardorf im Interview mit Gert Scrobel. (via ZDF.de, mit Link zum Video)
Aber auch Tagebuchschreiber oder deren Nachkommen möchten häufig, dass die Texte als Dokumente der Alltags- und Mentalitätsgeschichte »für alle« bewahrt werden. Das Tagebucharchiv in Emmendingen macht das seit 10 Jahren möglich. Im alten Rathaus der Stadt werden Tagebücher und Lebensberichte von jedermann (es sollen tatsächlich mehr Texte von Männern sein) gesammelt und archiviert – 6000 Dokumente aus 200 Jahren sind es inzwischen.
»Absolut privat!? – Vom Tagebuch zum Weblog« ist der Titel einer Ausstellung, die bis zum 14. September noch in Frankfurt am Main bleibt. Von dort geht sie nach Nürnberg und von März bis September 2009 wird sie im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen sein. (via, mit Link zum Video)
Wer (wie ich) auf den Umzug der Ausstellung nach Berlin wartet, kann sich hier auf der Seite des Museums für Kommunikation oder dem Ausstellungsblog »Tagwerke« einen ersten Eindruck verschaffen.
Dossier zum Urheberrecht bei bpb
Veröffentlicht: 10. März 2008 Einsortiert unter: Fundsachen, Schreiben und Publizieren | Tags: Plagiat, Urheberrecht 1 Kommentar »Dank Internet und Copy-and-Paste-Technik sind Plagiate heute einfacher denn je. Entsprechend sorglos ist mitunter der Umgang mit fremdem geistigen Eigentum, egal ob es sich um Filme, Musik, Texte oder Software handelt. Mancher Schüler oder Student kopiert sich seine Arbeiten zeitsparend zusammen, hier beklagt eine Texterin dreisten Textklau, gelegentlich wird jemand ertappt, der auf diesem Wege schnell zum eigenen Buch kommen wollte.
Wie gerufen erscheint da das Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Urheberrecht. (via basicthinking.de)
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