Der Markt für Lexika ist ein Bagatellmarkt.

Sagt das Bundeskartellamt laut Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Deshalb hat es den Verkauf der F. A. Brockhaus GmbH (Bifab) an die Wissenmedia GmbH (Bertelsmann) nun freigegeben.

So liest es sich, wenn man Kultur nur nach marktwirtschaftlichen Kennziffern beurteilt.

[Zur Vorgeschiche vergleiche hier im Federwerk.]

Meyers Lexikon online abgeschaltet

»Das Lexikonportal Meyers Lexikon online wird zum 23. März 2009 abgeschaltet.«

So die lakonische Ankündigung auf dem Blog von Meyers online. Sehr schade. Aber es war leider zu erwarten, nachdem die Bifab (Bibliographisches Institut & und F. A. Brockhaus AG) im Dezember bekannt gegeben hatte, dass die Marke Brockhaus verkauft und die Entwicklung enzyklopädischer Werke in Mannheim nicht fortgesetzt wird.

Auch wenn das Kartellamt noch nicht zugestimmt hat: ein Teil der entlassenen Leipziger FABianer setzte zur kollektiven Stellensuche eine eigene Website auf; nun wird Meyers online eingestellt, das zeitweilig als Test für einen geplanten Online-Brockhaus galt (vgl. hier im Federwerk).

Die Ära der gedruckten Universallexika geht zu Ende. Vermutlich. Aber endet damit auch der Bedarf für einen sorgfältig erarbeiteten und redaktionell geprüften Wissensfundus? Was bedeutet der sich anbahnende Lexitus für eine Wissensgesellschaft?

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Meyers Lexikon statt Brockhaus online

Das seit 2006 verfügbare Internet-Angebot »Meyers Lexikon Deutschland« (Bibliographisches Institut und F.A. Brockhaus AG) ist zum 23. September überarbeitet worden, wie Börsenblatt.net meldet. Partner des Auftrittes, der durch Online-Werbung finanziert wird, ist »Focus online«.

Das Angebot wurde mit zusätzlichem Bildmaterial bestückt und die Lexikonsubstanz erweitert. Viele Artikel sind um multimediale Elemente (Fotos, Audiodateien, Videos, Animationen) ergänzt worden.

Themenportale (z.B. Politik & Geschichte, Wirtschaft & Gesellschaft, Natur & Technik, Mensch & Gesundheit, Kunst & Kultur) erleichtern den Zugang zum Lexikon.