Faksimile zum Duden-Geburtstag
Veröffentlicht: 8. Juli 2009 Einsortiert unter: Rechtschreibung, Sprachwandel | Tags: Bibliographisches Institut, Duden, Faksimile, Orthografie, Rechtschreibung, Sprachwandel 1 Kommentar »Konrad Duden (1829–1911) wurde vor 180 Jahren geboren, »der DUDEN« ist gerade 129 Jahre alt geworden.
1880 (laut duden.de am 7. Juli) erschien im Bibliographischen Institut in Leipzig Dr. Konrad Dudens »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache«.
In diesem Wörterverzeichnis wandte Duden die Regeln der preußischen Schulorthografie von 1880 und der bayrischen von 1879 (die jeweils nur eine kleine Wörterliste hatten) auf wesentliche Teile des Wortschatzes an. Es förderte die weitere Vereinheitlichung der Rechtschreibung auf der Grundlage des Schreibgebrauches, die vor allem »Schulmänner« wie Konrad Duden, Verleger und Drucker wünschten.
Diesen »Urduden« von 1880 mit schlanken 187 Seiten und circa 27 000 Wörtern gibt es hier als Faksimileausgabe.
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Neuer Duden Rechtschreibung (25. Auflage, Juli 2009)
Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 1)
Veröffentlicht: 19. November 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: amtliche Schreibung, Eigenname, geografische Namen, Orthografie, Personenname, Rechtschreibung, StAGN 1 Kommentar »Die Möwen können wir ruhig alle Emma nennen. Aber sonst ist man mit Eigennamen besser eigen. Manche Person legt Wert auf eine bestimmte Aussprache: Angela M. wird auf der ersten Silbe betont; Charlotte R. übt jeweils mit Moderator und Publikum. Und auch bei der Schreibung kommt’s drauf an: Meyer mit Ypsilon? Schmidt mit DeTe? Die falsche Schreibung kann im Zweifel ein K.-o.-Kriterium für einen Text sein.
Bei Eigennamen haben die Rechtschreibregeln eher den Charakter von Faustregeln: Sie gelten häufig, aber mit vielen Ausnahmen. Das betrifft Namen von Institutionen, Vereinigungen, Firmen und Marken ebenso wie Titel von Zeitungen und Zeitschriften oder Fernsehsendungen, geografische Namen oder Namen von Straßen oder Plätzen.
In der »Amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung« (» PDF) von 2006 finden sich daher wiederholt ergänzende Hinweise wie dieser:
Für Eigennamen (Vornamen, Familiennamen, geografische Eigennamen und dergleichen) gelten im Allgemeinen amtliche Schreibungen. Diese entsprechen nicht immer den folgenden Regeln. [In: A Laut-Buchstaben-Zuordnungen, Vorbemerkungen, 3.2]
Für die hier gemeinten »amtlichen Schreibungen« ist nicht die »amtliche Rechtschreibung« (und auch nicht Duden oder Wahrig) zuständig, sondern:
- Amtliche Einträge für Personennamen enthalten die örtlichen Personenstandsbücher (ab 2009 Personenregister) beim Standesamt, die sogar amtlichen Hör- und Tippfehlern Gültigkeit verleihen.
- Amtlich sind Firmen- und Markennamen, wenn sie ins Handelsregister bzw. ins Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt in München eingetragen sind.
- Für die Standardisierung geografischer Namen ist im deutschsprachigen Raum der Ständige Ausschuss für geographische Namen (StAGN) zuständig.
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Zum Weiterlesen:
Eigennamen und Rechtschreibung Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4
Die Orthokurvatur von Gurken
Veröffentlicht: 12. November 2008 Einsortiert unter: Zeugs | Tags: Normung, Orthografie, Orthokurvatur, Rechtschreibung Schreibe einen Kommentar »Die Europäische Union hat beschlossen, die Normungen für 26 Obst- und Gemüsesorten abzuschaffen, darunter den berüchtigten Krümmungsgrad der Gurke.
Abgeschafft werden sollen […] auch die Standards beispielsweise für Auberginen, Bohnen, Spargel, Karotten und Pflaumen. Die Normen waren eingeführt worden, damit in standardisierte Gemüsekisten jeweils die gleiche Menge hineinpasst. [Quelle]
Eine Reihe von Ländern war gegen die Abschaffung der Standards und auch der Deutsche Bauernverband hat sie scharf kritisiert. Vermutlich fanden sie das überhaupt nicht komisch und haben lange und ernsthaft darüber debattiert.
Merke: Die Grundsatzdiskussionen um die einzig richtige deutsche Orthografie oder das einzig richtige versale Eszett (an denen ich mich im Unterschied zu Gurkendiskussionen gern beteilige) lassen sich also durchaus noch toppen.
Der süsze Brey
Veröffentlicht: 15. Juli 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung, Typografie | Tags: Adelung, Eszett, Heyse, Orthografie, S-Schreibung, Typografie 1 Kommentar »Wenn es um die Geschichte der S-Schreibung und die Entstehung der typografischen Formen für das Eszett geht, gerät leicht einiges durcheinander. Versehentlich habe ich zu dem kurzen Beitrag hier eine lange Diskussion in den Kommentaren angezettelt.
Aber Vorsicht: Das ist nur etwas für Kümmelkornzähler und Haarspalter. Für ebensolche und zum eigenen Verständnis werde ich das Ganze bei Gelegenheit auch noch zusammenfassen. Jetzt aber mache ich mich erst mal wieder an die Brotarbeit.
Wie scharf ist das Eszett?
Veröffentlicht: 10. Juli 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung, Typografie | Tags: Eszett, Orthografie, S-Schreibung, Typografie, Versal-ß 2 Kommentare »Die s-Schreibung war im vergangenen Jahrzehnt wieder einmal Grund für scharfe Auseinandersetzungen. Erst war sie der am meisten abgelehnte Teil der Orthografiereform, schließlich aber der am schnellsten umgesetzte. Nun bieten die Typografen mit dem Versal-Eszett (vgl. hier auf Federwerk) willkommenen Anlass, alte Missverständnisse noch einmal aufzuwärmen und durch neue zu ergänzen. Dabei könnte es so einfach sein: Den Rest des Beitrags lesen »
Online-Kurse zur Rechtschreibung
Veröffentlicht: 29. Januar 2008 Einsortiert unter: Rechtschreibung | Tags: Linktipps, Orthografie, Rechtschreibung 1 Kommentar »Bei den Angeboten, die eigenen Rechtschreibfähigkeiten im Internet zu verbessern, bleiben die üblichen Verdächtigen nach wie vor unter sich. Ich habe mir dabei nur Kurse angesehen, die kostenlos und auf dem aktuellen Stand vom Juni 2006 sind. Die Reihenfolge ist in diesem Fall durchaus als Rangfolge gemeint.
Die Bereiche der Neuregelung (außer Worttrennung) kann der Nutzer nach Bedarf einzeln auswählen. Zu jedem Bereich werden die wichtigsten Regeln vorgestellt, die dann jeweils an zahlreichen Beispielen online geübt werden können. Sehr gut gefällt mir, dass nach jeder Einzelfrage die Auswertung mit einem (für das Lernen sehr hilfreichen) Kommentar folgt. Auch Schreibungsvarianten sind hier berücksichtigt.
2. Online-Kurs auf Akademie.de
Nach einem Einstiegstest stellt der Kurs Überblickswissen zu den einzelnen Bereichen (ohne Worttrennung) bereit. Es folgen Übungen mit Online-Auswertung, allerdings wird die richtige Schreibung lediglich unkommentiert genannt. Das fördert das ohnehin beliebte Lernen durch Versuch und Irrtum, das für die Rechtschreibung nur wenig geeignet ist.
3. Duden-Crashkurs von Christian Stang
In 25 Schritten wird die neue Rechtschreibung in Regeln und Beispielen dargestellt. Aus didaktischer Sicht ist es hinderlich, dass in den Regeln stets neue und alte Schreibung genannt werden. Das gilt für Regeln, in denen eine neue die alte Schreibung ersetzt wie bei »Fluss statt Fluß«, sodass die inzwischen ungültige Schreibung unnötig ins Gedächtnis gerufen wird. Genauso sind Fälle dargestellt, in denen eine neue Variante neben eine weiterhin gültige Schreibung tritt (und sie keineswegs ersetzt) wie bei »Exposee statt Exposé«, auch wenn das im Text deutlich wird. Leider verzichtet der Crashkurs auf Übungen.
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