Faksimile zum Duden-Geburtstag

Konrad Duden (1829–1911) wurde vor 180 Jahren geboren, »der DUDEN« ist gerade 129 Jahre alt geworden.

1880 (laut duden.de am 7. Juli) erschien im Bibliographischen Institut in Leipzig Dr. Konrad Dudens »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache«. [Weiterlesen …]

Eigennamen und Rechtschreibung (Teil 1)

Die Möwen können wir ruhig alle Emma nennen. Aber sonst ist man mit Eigennamen besser eigen. Manche Person legt Wert auf eine bestimmte Aussprache: Angela M. wird auf der ersten Silbe betont; Charlotte R. übt jeweils mit Moderator und Publikum. Und auch bei der Schreibung kommt’s drauf an: Meyer mit Ypsilon? Schmidt mit DeTe? Die falsche Schreibung kann im Zweifel ein K.-o.-Kriterium für einen Text sein.

Bei Eigennamen haben die Rechtschreibregeln eher den Charakter von Faustregeln: Sie gelten häufig, aber mit vielen Ausnahmen. Das betrifft Namen von Institutionen, Vereinigungen, Firmen, Produkten und Marken ebenso wie Titel von Zeitungen und Zeitschriften oder Fernsehsendungen, geografische Namen oder Namen von Straßen oder Plätzen. [Weiterlesen …]

Die Orthokurvatur von Gurken

Die Europäische Union hat beschlossen, die Normungen für 26 Obst- und Gemüsesorten abzuschaffen, darunter den berüchtigten Krümmungsgrad der Gurke.

Abgeschafft werden sollen […] auch die Standards beispielsweise für Auberginen, Bohnen, Spargel, Karotten und Pflaumen. Die Normen waren eingeführt worden, damit in standardisierte Gemüsekisten jeweils die gleiche Menge hineinpasst. [Quelle]

Eine Reihe von Ländern war gegen die Abschaffung der Standards und auch der Deutsche Bauernverband hat sie scharf kritisiert. Vermutlich fanden sie das überhaupt nicht komisch und haben lange und ernsthaft darüber debattiert.

Merke: Die Grundsatzdiskussionen um die einzig richtige deutsche Orthografie oder das einzig richtige versale Eszett (an denen ich mich im Unterschied zu Gurkendiskussionen gern beteilige) lassen sich also durchaus noch toppen.

Der süsze Brey

Wenn es um die Geschichte der S-Schreibung und die Entstehung der typografischen Formen für das Eszett geht, gerät leicht einiges durcheinander. Versehentlich habe ich zu dem kurzen Beitrag hier eine lange Diskussion in den Kommentaren angezettelt.

Aber Vorsicht: Das ist nur etwas für Kümmelkornzähler und Haarspalter. Für ebensolche und zum eigenen Verständnis werde ich das Ganze bei Gelegenheit auch noch zusammenfassen. Jetzt aber mache ich mich erst mal wieder an die Brotarbeit.

Wie scharf ist das Eszett?

Die s-Schreibung war im vergangenen Jahrzehnt wieder einmal Grund für scharfe Auseinandersetzungen. Erst war sie der am meisten abgelehnte Teil der Orthografiereform, schließlich aber der am schnellsten umgesetzte. Nun bieten die Typografen mit dem Versal-Eszett (vgl. hier auf Federwerk) willkommenen Anlass, alte Missverständnisse noch einmal aufzuwärmen und durch neue zu ergänzen. Dabei könnte es so einfach sein: [Weiterlesen …]

Online-Kurse zur Rechtschreibung

Bei den Angeboten, die eigenen Rechtschreibfähigkeiten im Internet zu verbessern, bleiben die üblichen Verdächtigen nach wie vor unter sich. Ich habe mir dabei nur Kurse angesehen, die kostenlos und auf dem aktuellen Stand vom Juni 2006 sind. Die Reihenfolge ist in diesem Fall durchaus als Rangfolge gemeint. [Weiterlesen …]