Beitragsaufruf: TypoJournal 3

2011-05_typojournal_3bDie Seite Typografie.info und das Typografie.info Wiki (ehemals Typo-Wiki) sind seit Langem etablierte Anlaufstellen im Web für die Themen Typografie, Schrift und Grafikdesign.

Seit 2009 gibt Ralf Herrmann – der Initiator von Typografie.info – für Sammler und Liebhaber des Gedruckten zudem ein Magazin heraus: das TypoJournal. Derzeit ist die 3. Ausgabe in Vorbereitung.

Zum Thema »Wandel/Umbruch« werden dazu ausdrücklich auch Beiträge zum Wandel in Sprache und Schreibung gesucht. [Weiterlesen …]

Geschäftsentwicklung (in) 2009

Als ich 2002 den ersten Geschäftsbericht auf den Schreibtisch bekam, habe ich die Präposition »in« vor Jahreszahlen ohne Zögern getilgt: Aus »in 2001« wurde einfach »2001«, gelegentlich auch »im Jahr 2001«.

Inzwischen ist die Form so verbreitet, dass ich jedes Jahr wieder überlege, ob sie nicht längst die überwiegende und damit standardsprachlich geworden ist. Ich selbst benutze sie nicht. Aber für die Arbeit an Kundentexten sind persönliche Vorlieben (»find ich einfach besser«) natürlich kein Argument. [Weiterlesen …]

Sprachwandel Ost

Die Maueröffnung vor zwei Jahrzehnten und die nachfolgenden Transformationsprozesse sorgten im Osten Deutschlands auch für einen beschleunigten Sprachwandel – ein reiches Beobachtungsfeld für Spracharbeiter und Sprachinteressierte.

Die meisten Besonderheiten des Sprachgebrauches der DDR betrafen den Wortschatz oder Redewendungen:

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Reformierte Rechtschreibung nun überall amtlich

Die eine oder andere Frist ist verstrichen, seit 1996 die erste Version der »neuen Rechtschreibung« ihren Weg in die Wörterbücher gefunden hat.

Als ich 1996/97 die ersten Seminare zur »neuen Rechtschreibung« anbot, hieß es oft: »Die wird doch erst 2005 amtlich; bis dahin fließt noch viel Wasser in die Ostsee.« 1998 (Einführung für Schulen und Behörden) und 1999 (Übernahme durch die Nachrichtenagenturen) wollten ganz plötzlich ganz viele sofort ihre MitarbeiterInnen schulen. Das Interesse hielt an – trotz kleinerer Änderungen und Sommertheater 2004 – bis etwa 2006 (Revision und bis jetzt gültige Fassung). Seitdem meint mancher: »Wer weiß, wie oft da noch geändert wird.« [Weiterlesen …]

Faksimile zum Duden-Geburtstag

Konrad Duden (1829–1911) wurde vor 180 Jahren geboren, »der DUDEN« ist gerade 129 Jahre alt geworden.

1880 (laut duden.de am 7. Juli) erschien im Bibliographischen Institut in Leipzig Dr. Konrad Dudens »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache«. [Weiterlesen …]

Ach du liebes Fräulein!

Ist das »Fräulein« nicht längst ein ausgestorbenes Wort? Der Duden war schon spät dran, als er 1996 vermerkte, dass es »als titelähnliche Bezeichnung oder Anrede für eine unverheiratete weibliche Person heute allgemein durch Frau ersetzt« wird. Das Fräulein vom Amt wurde schon vor Jahrzehnten entlassen. Wer die Kellnerin anreden will, sucht nach Alternativen. Einzig das Fräuleinwunder wird immer mal wieder aus der Mottenkiste geholt und meist in Anführungszeichen gebraucht.

Bei der EU ist man jetzt auch drauf gekommen: [Weiterlesen …]

Der Sprachverfall fällt aus

Der Verfall der deutschen Sprache wird mindestens seit der Romantik befürchtet, als man sie dem Greisenalter nahe sah. Nicht zuletzt deshalb haben die Brüder Grimm Zeugnisse älterer Sprachstufen gesammelt. Und wie steht es heute um das Deutsche? Ständig kommen neue Wörter mit Migrationshintergrund hinzu, in SMS grassiert der Aküfi, ins Internet schreibt auch jeder, wie er will …

Prof. Rudi Keller, Germanist an der Uni Düsseldorf, sagt dazu im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: [Weiterlesen …]