Telefonnummern sinnvoll gliedern

Eine für alle Texte verbindliche Norm für die Gestaltung von Telefonnummern gibt es nicht. Für Büro und Verwaltung werden meist die »Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung – DIN 5008« genutzt, die Empfehlungen für Telefonnummern sind in der Neuausgabe von 2011 nicht verändert worden. Im Schriftsatz werden daneben zum Teil andere Normen verwendet.

Innerhalb einer Einrichtung bzw. Publikation sollte im Interesse der besseren Lesbarkeit eine der üblichen Formen zur Vereinheitlichung gewählt und durchgehalten werden. Im Folgenden sind die Varianten zusammengestellt, die derzeit am häufigsten genutzt werden. Den Rest des Beitrags lesen »


Telefonnummern sinnvoll gliedern

[Bitte nutzen Sie die aktualisierte und ergänzte Version des Artikels vom Februar 2012 (Link).]

Eine einheitliche oder gar für alle Texte verbindliche Norm für die Gliederung von Fax- und Telefonnummern gibt es nicht. Dennoch ist dies definitiv kein Bereich, in dem man mit Variabilität glänzen kann. Die Entscheidung für eine sinnvolle und einheitliche Gliederung dient der besseren Lesbarkeit.

Im professionellen Schriftsatz haben sich auch hier typografische Regeln herausgebildet. Für die Arbeit am PC in Büro und Verwaltung geben die »Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung« des Deutschen Instituts für Normung (DIN 5008, aktuell ist die Ausgabe von 2005) Empfehlungen.

Für Inlandsnummern begegnen uns in der Praxis vor allem folgende sinnvolle Varianten:

Telefonnummern

1. Gliederung mit Leerzeichen. Diese Gliederung folgt der Empfehlung der Internationalen Fernmeldeunion. Sie sieht ein Leerzeichen nach der Vorwahl vor, die Durchwahlnummer wird nicht gekennzeichnet. (Im Schriftsatz ist die weitere Teilung in Zweiergruppen mit Festabständen möglich.)

2. Gliederung mit Leerzeichen und Bindestrich. Diese Gliederung entspricht der aktuellen DIN 5008 (von 2005). Nach der Vorwahl folgt ein Leerzeichen, der Durchwahlanschluss wird durch Bindestrich (Divis) abgetrennt. Gibt eine Sondernummer die Höhe des Tarifs an, wird sie ebenfalls durch Leerzeichen abgetrennt.

3. Gliederung mit Klammern und Abständen. Diese Variante entspricht der alten DIN 5008 (von 2001). Die Vorwahl steht in Klammern. Durchwahlanschlüsse erhalten einen Bindestrich (Divis). Die einzelnen Teile der Nummer (Durchwahl, Rufnummer, Vorwahl) teilt man, für jeden Teil neu von rechts beginnend, in Zweiergruppen. Für die Abstände werden in der Textverarbeitung Leerzeichen, im Schriftsatz (kleinere) Festabstände verwendet.

4. Gliederung mit Schrägstrich und Abständen. Die Gliederung mit Schrägstrich nach der Vorwahl entspricht keiner Empfehlung oder Norm, sie ist aber verbreitet und in den meisten Schriften auch gut lesbar.

Besonders in der Unternehmenskommunikation finden sich weitere Abwandlungen dieser Muster, im schlimmsten Fall mehrere Varianten derselben Nummer auf einer Seite. Sobald die Entscheidung für eine Variante in einem Unternehmen getroffen ist, sollte sie am besten nicht nur für Gedrucktes in Werbung und PR gelten, sondern auch für die Texte in Büro und Verwaltung.

Tipp: Ich selbst bevorzuge und empfehle für den Gebrauch im Inland die Variante 3. Sie ist nach wie vor sehr verbreitet und zeichnet sich durch eine bessere Lesbarkeit aus als die von der aktuellen DIN empfohlene Variante 2. Und wie gliedern Sie Ihre Telefonnummern?


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