Neuausgabe der DIN 5008 in Arbeit

Die DIN 5008 »Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung« erscheint voraussichtlich noch 2010 in einer Neuausgabe. Der Entwurf, den der Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA) ausgearbeitet hat, liegt der Fachöffentlichkeit bis zum 14. April 2010 online zur Stellungnahme vor.

Als wichtigste Neuerung [Weiterlesen …]

Aufbau von Drucktypen

Achim Schaffrinna hat im Design Tagebuch ein Glossar mit Fachbegriffen und Grafiken zur »Anatomie der Buchstaben« zusammengestellt. Dazu gibt es eine Liste mit den besten Webseiten und Blogs zum Thema Typografie.

Nachtrag 1: Jetzt gibt es für Lehrende und Lernende auch ein feines Poster (DIN A1) zur »Anatomie der Buchstaben« als PDF zum Download.

Nachtrag 2 [Februar 2010]: Das gedruckte Lernplakat im Format 100 x 70 kann man beim Verlag bestellen.

Wann schreibt man Zahlen in Ziffern?

Zahlen können in Ziffern oder in Buchstaben geschrieben werden (vgl. hier im Federwerk). Die gelegentlich noch angeführte »alte Buchdruckerregel« gilt nicht mehr. Stattdessen kann der Schreibende von Fall zu Fall entscheiden.

Kriterien dafür sind

  • die Textsorte (in der Belletristik wird eher ausgeschrieben, in Sachbuch oder Unternehmenskommunikation eher in Ziffern);
  • die Aussageabsicht (soll die Zahl hervorgehoben werden, schreibt man besser in Ziffern);
  • Lesbarkeit/Verständlichkeit (nur zwei- bis dreisilbige Zahlwörter sind auch ausgeschrieben gut zu erfassen).

Faustregeln

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»Schwere« Satzfehler und ihre Korrektur

Aus dem Bleisatz stammen zwei wichtige Regeln für den Seiten- bzw. Spaltenumbruch:

  1. Die letzte (meist kürzere) Zeile eines Absatzes darf nicht am Anfang einer Seite oder Spalte stehen, da sie den Satzspiegel stört.
  2. Die erste Zeile eines Absatzes (die oft mit einem Einzug beginnt) oder eine Überschrift darf nicht am Ende einer Seite oder Spalte stehen.

Der »Duden Satz und Korrektur« (Mannheim 2003, S. 228) nennt Verstöße dagegen »besonders schwere Satzfehler«. Während die erste Regel im professionellen Satz stets befolgt werden sollte, wendet man die zweite nur bei Überschriften noch grundsätzlich an, bei Absätzen wird der Verstoß oft toleriert.

In Satzprogrammen hilft heute die »Absatzkontrolle« dabei, die Regeln einzuhalten; sogar Textverarbeitungen verfügen inzwischen über diese Funktion. Tritt ein Fehler dennoch auf, ergeben sich zwei Fragen: Wie benennt man ihn? Von wem bzw. mit welchen Mitteln wird er behoben? [Weiterlesen …]

Schriftart und gefühlte Lesbarkeit

Zwei »Regeln«, deren Gültigkeit nie schlüssig nachgewiesen wurde, dominieren die Schriftwahl in Print und Web:

Gedruckt sind Serifenschriften besser (schneller) lesbar, weil die Serifen das Auge leiten. Für Bildschirm/Web sind Serifenlose geeigneter, weil die feinen Serifen in Lesegrößen nicht brauchbar wiedergegeben werden.

Für das Lesen im Internet widerspricht Martin Liebig in seinem Gastbeitrag »Die gefühlte Lesbarkeit« im Design Tagebuch:

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Zahlen in Ziffern oder in Buchstaben?

Totgesagte leben länger. Das scheint auch für die »Regel« zu gelten, nach der Zahlen von eins bis zwölf als Wort, ab der bösen 13 hingegen in Ziffern (numerisch) geschrieben werden sollten. Noch immer kennen Journalisten sie, frisch ausgebildete Mediengestalterinnen befolgen sie ohne Widerspruch, in manchen Verlagsrichtlinien hält sie sich hartnäckig.

Die aktuelle Empfehlung

Grundsätzlich kann man Zahlen sowohl in Ziffern als auch in Buchstaben schreiben. [Weiterlesen …]

Der Erste Prokrastinator

Die Schöpfungsgeschichte – von Kathrin Passig erzählt, sagt Sascha Lobo.

»Im Anfang schuf Gott erst mal ––– gar nichts …«

Der Trailer zum Buch bei YouTube. (Produktion: Marko Thorhauer)

(via Spreeblick)