Reformierte Rechtschreibung nun überall amtlich

Die eine oder andere Frist ist verstrichen, seit 1996 die erste Version der »neuen Rechtschreibung« ihren Weg in die Wörterbücher gefunden hat.

Als ich 1996/97 die ersten Seminare zur »neuen Rechtschreibung« anbot, hieß es oft: »Die wird doch erst 2005 amtlich; bis dahin fließt noch viel Wasser in die Ostsee.« 1998 (Einführung für Schulen und Behörden) und 1999 (Übernahme durch die Nachrichtenagenturen) wollten ganz plötzlich ganz viele sofort ihre MitarbeiterInnen schulen. Das Interesse hielt an – trotz kleinerer Änderungen und Sommertheater 2004 – bis etwa 2006 (Revision und bis jetzt gültige Fassung). Seitdem meint mancher: »Wer weiß, wie oft da noch geändert wird.« [Weiterlesen …]

Zahlen in Ziffern oder in Buchstaben?

Totgesagte leben länger. Das scheint auch für die »Regel« zu gelten, nach der Zahlen von eins bis zwölf als Wort, ab der bösen 13 hingegen in Ziffern (numerisch) geschrieben werden sollten. Noch immer kennen Journalisten sie, frisch ausgebildete Mediengestalterinnen befolgen sie ohne Widerspruch, in manchen Verlagsrichtlinien hält sie sich hartnäckig.

Die aktuelle Empfehlung

Grundsätzlich kann man Zahlen sowohl in Ziffern als auch in Buchstaben schreiben. [Weiterlesen …]

Auch beruhigen Sie mich über den Titel

Heute ist er auf allen Kanälen: Alexander von Humboldt (geb. 14. September 1769; gest. 6. Mai 1859) – Naturforscher, Weltreisender, Netzwerker und überaus produktiver Publizist.

Mein Lieblings-Fundstück steht in einem Brief von 1834 an Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858): ein charmantes und zeitloses Briefing für einen Lektor. Nachdem er dem langjährigen Freund und Vertrauten seine Pläne für den Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung detailliert vorgestellt hat, schließt Humboldt: [Weiterlesen …]

Auf ein gutes 2009

Unter Zeiten

Das Perfekt und das Imperfekt
tranken Sekt.
Sie stießen aufs Futurum an
(was man wohl gelten lassen kann).

Plusquamper und Exaktfutur
blinzten nur.

[Christian Morgenstern, Galgenlieder]*

Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit, Energie, Spaß und Erfolg von Jaguar bis Zehenbär 2009!

* In den Anmerkungen zum Text lässt Morgenstern gleich einen Dr. phil. Jeremias Mueller nörgeln: »Dies Gedicht stört durch die vielen Fremdwörter. Verf. hätte hier besser deutsche Ausdrücke gewählt.«

Gelobt sei WordPress

Es ist immer wieder erstaunlich, was ich alles erledige, während ich unangenehme Aufgaben (bevorzugt: Steuererklärungen) erfolgreich vor mir herschiebe. Da ich das passende Rechtfertigungsbuch gerade unter Lachtränen gelesen habe, gings nun noch mal so ungeniert.

Seit Langem steht die Überarbeitung meiner Webseite an, deren Tabellenlayout ich 2005 selbst gehäkelt habe. Aber ebenso lange fehlte die Zeit dazu. Auch zwischen den Jahren wird es nichts – also war dieses Wochenende der richtige Zeitpunkt.

So sieht das Ergebnis aus:

lektorat_500x150

Die Installation von WordPress funktionierte so einfach wie versprochen. Etwas Zeit brauchte nur die Suche und Einrichtung der richtigen Plugins fürs Taggen und die Datensicherung.

Am aufwendigsten war die Auswahl und Anpassung eines Themes. Nun ist es hell und klar und ohne alle Mätzchen. Im Moment kann man hier Alt und Neu vergleichen. Ein paar Kleinigkeiten werde ich im Laufe der Zeit sicher noch verändern, wenn’s mal wieder was zu verschieben gibt.

Murphys Gesetz für Lektoren

Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen, sagt Murphy’s Law. Als Anwendung desselben für Lektoren formulierte John Bangsund, ein australischer Lektor, Muphry’s Law. Im Newsletter der Society of Editors schrieb er 1992: [Weiterlesen …]

Des Federwerkes neue Kleider

Heute soll das Federwerk ein neues Kleid bekommen: Kubrick wird gegen Contempt getauscht. Vermisst habe ich bei Kubrick vor allem eine horizontale Leiste mit einem Home-Button. Nicht jeder Blogleser weiß, dass in Blogs der Seitenkopf diese Funktion hat. Insgesamt wird es ein bisschen eckiger, der Header ein bisschen schmaler, der Blocksatz weicht dem Flattersatz. In Kürze werde ich wissen, ob alles passt, wie erhofft …

Eine Stunde später: So weit scheint alles richtig zu sitzen. Nur die Grafiken stehen nicht mehr linksbündig und werden dafür rechts ein bisschen abgeschnitten, sogar das schöne Wordle. Und etwas zu blau ist mir das Ganze noch …

Montag: Ob dies nun das letzte Wort ist, weiß ich noch nicht. Der Zeilenabstand ist sehr klein und die Kommentare sind (am Mac jedenfalls) nur mit Zoom gut lesbar …

Erste Hilfe: Zoom im Browser mit Tastenkombination
»Apfel Plus«; »Apfel Minus«; zurück mit »Apfel-0«;
unter Windows: STRG statt Apfel