Der Weisheit letzter Schrei

Frisch aufgemischte Sprichwörter und Weisheiten, wie sie dem Leben von der flinken Zunge gehen, sammelt der Kölner KiWi-Verlag weiterhin in seinem Drehwort-Wettbewerb. Zu meinen Favoriten gehören:

Das ist ein sehr schmaler Spagat.
Wir führen eine lebensähnliche Gemeinschaft.
Du hast eine Haut wie ein 16-jähriger Pfirsich.
Die Axt im Haus erspart den Sensenmann.
Ewig währt am längsten.

Mehr davon? Hier geht ging es (die Seite ist nicht mehr online) zu den bisher besten Einsendungen.

Plagiate machen dumm

Der Medienwissenschaftler Stefan Weber hat bereits 2006/07 eine 5-teilige Artikelserie zu seinem Buch »Das Google-Copy-Paste-Syndrom. Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden« veröffentlicht, die inzwischen (2017) nicht mehr online ist:

  • »Textueller Missbrauch«. URL: http://www.heise.de/tp/artikel/24/24006/1.html [05.04.2008]
  • »Die abschreibende Zunft«. URL: http://www.heise.de/tp/artikel/24/24110/1.html [05.04.2008]
  • »Wissenschaft als Web-Sampling«. URL: http://www.heise.de/tp/artikel/24/24221/1.html [05.04.2008]
  • »Contentklau in Blogs und anderswo«. URL: http://www.heise.de/tp/artikel/24/24756/1.html [05.04.2008]
  • »Reuse, Remix, Mashup – also: Plagiieren erlaubt!«. URL: http://www.heise.de/tp/artikel/24/24771/1.html [05.04.2008]

Das könnte Sie noch interessieren:

Dossier zum Urheberrecht bei bpb

Dank Internet und Copy-and-Paste-Technik sind Plagiate heute einfacher denn je. Entsprechend sorglos ist mitunter der Umgang mit fremdem geistigen Eigentum, egal ob es sich um Filme, Musik, Texte oder Software handelt. Mancher Schüler oder Student kopiert sich seine Arbeiten zeitsparend zusammen, hier beklagt eine Texterin dreisten Textklau, gelegentlich wird jemand ertappt, der auf diesem Wege schnell zum eigenen Buch kommen wollte.

Wie gerufen erscheint da das Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Urheberrecht.

Unwort des Jahres 2007 gewählt

Die »Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres« hat soeben ihre Wahl bekannt gegeben:

Das »Unwort des Jahres« 2007 heißt »Herdprämie«. »Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen«, sagte der Sprecher der sechsköpfigen unabhängigen Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag in Frankfurt.

Anwärter für den Titel waren wie jedes Jahr von Bürgern vorgeschlagene »[…] Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen«. Mein Favorit aus der reichen Auswahl an Kandidaten war daher die »grundrechtsschonende Überwachungspraxis«.

Die Liste mit den Unwörtern und jeweils einigen weiteren Anwärtern aus den Jahren 1991 bis 2006 findet man hier und auf der Seite der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Wiesbaden.

Blogger im Anzug

So könnte das Thema der Bildergalerie auf ZEIT online lauten. Fotos von Andreas Chudowski zeigen einige der bekanntesten Blogger Deutschlands. Und ich habe bei dieser Gelegenheit die Schwester der Riesenmaschine, die Lesemaschine, entdeckt.

Noch ein Online-Lexikon zur Typographie

Mal wieder vergessen, wie man Kontonummern in Gruppen gliedert? Oder wie lang ein Gedankenstrich sein sollte?

Andrea Kamphuis weist auf dem VFLL-Blog »blog.frei!«* auf eine weitere nützliche Quelle zur Typographie hin: das von Wolfgang Beinert (Typoakademie Berlin) herausgegebene »Lexikon der westeuropäischen Typographie«. Danke!

*Das Blog ist inzwischen nicht mehr online.
____________

Das könnte Sie noch interessieren: