Links zum Trendthema E-Book

Zwei interessante Artikel zur Debatte um das digitale Publizieren stehen auf dem IBI-Weblog (Weblog am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin).

Der erste Artikel »Wenig Neues zum Thema No. 1« kommentiert den FAZ-Artikel zur E-Book-Konferenz und meint, dass das E-Book für traditionelle Buchinhalte zunächst keine Erleichterung für den Leser ist.

Verlage wie auch Bibliotheken sollten daher möglicherweise zu ihrem gemeinschaftlichen Sinnieren zum Thema Nummer 1 des Jahres 2009 den Gedanken hinzufügen, dass Texte für elektronische Darstellung schon strukturell anders sein sollten, als die, die für die Buchpublikation geschrieben, gesetzt und gelayoutet wurden (Thema: Longlist). […] Print-on-demand ist für das Zugänglichmachen vergriffener Titel sicher die bessere Variante. […] Die wirkliche E-Book-Belletristik braucht dagegen erst einmal passende Schriftsteller. Die Talentscouts der Verlage sollten für die Zukunft durchaus auch mal in dieser Richtung suchen.

Mit »Das Buch ist ein Hammer« wird die These vertieft, dass das gedruckte Buch für seinen Zweck ein perfektes Medium ist, während das neue Medium erst seine Form und Funktion finden muss.

Eigentlich denken diejenigen, die im E-Book und E-Publishing nur die Fortsetzung Gutenbergs mit dem anderen Mittel der elektronischen Lettern sehen, nicht konsequent genug. Es ist nicht die Frage nach einer Technologie, sondern die nach einer Technologie und der zu ihr passenden Funktion, in diesem Fall »Texte« oder »Inhalte«.

Hier beginnt die Diskussion spannend zu werden, auch wenn technische und rechtliche Fragen (vgl. hier) natürlich ebenso beantwortet werden müssen.

Marion Kümmel
Marion Kümmel ist freie Lektorin und Federwerkerin. Seit 2001 übernimmt sie Textdienstleistungen für Publikumsverlage, Agenturen, Unternehmen und Autoren. Sie redigiert Sachbücher und Fachtexte, wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Texte aus Unternehmenskommunikation und Werbung. Sie brauchen Unterstützung für ein Textprojekt? » Erfahren Sie mehr über das Lektorat.

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