Das »erfolgreichste Buch der Wissenschaftsgeschichte« – so habe ich heute gelernt – wurde um 1230 von einem (vermutlich) englischen Gelehrten an der Pariser Universität geschrieben: das Astronomielehrbuch »Tractatus de Sphaera« von Johannes de Sacrobosco.
Es soll in zahlreichen Abschriften und 130 Druckausgaben aus der Zeit von 1472 bis 1656 verbreitet gewesen sein. Für 4 Jahrhunderte war es in Europa die Grundlage für das Studium der Astronomie, die als Teil der Artes liberales zum Pflichtprogramm für alle Studenten gehörte, bevor sie sich im Hauptstudium der Theologie, Medizin oder Rechtswissenschaft widmen konnten.
Zahlreiche weitere wertvolle Handschriften und Drucke sowie Globen, Karten und astronomische Messinstrumente zeigte eine Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Rostock:
Harmonia mundi. Brahe, Kepler und die Revolution des Weltbildes um 1600 (24. Juli 2009 bis 1. November 2009).