Der Überarbeiten-Modus von Word im Lektorat

Lektorate von Sachbüchern und anderen Gebrauchstexten werden heute meist direkt in der Textdatei vorgenommen. Der Lektor oder die Lektorin kann im Überarbeiten-Modus (»Änderungen nachverfolgen«* in MS Word) alle Vorschläge zur Umformulierung oder Korrektur in der Datei protokollieren und kommentieren. Die Vorschläge und Anmerkungen können so anschließend einzeln geprüft und per Mausklick angenommen oder abgelehnt werden.

Der Beitrag beschreibt, wie Sie die Änderungsanmerkungen aus dem Lektorat effektiv bearbeiten, bis Ihr Text abgabefertig ist.

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Sparschreibungen für Paarformen – Sie haben die Wahl

In Sachtexten aller Art wird noch viel zu oft die sogenannte Generalklausel (Legitimationsformel) bemüht. Danach wird auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbezeichnungen verzichtet, Frauen seien aber »selbstverständlich mitgemeint«. Es gibt jedoch stets eine lesbare Möglichkeit zum geschlechtergerechten bzw. gendergerechten Sprachgebrauch, der Frauen und Männer sprachlich angemessen berücksichtigt.

Neben genderneutralen Bezeichnungen (Fachleute, Textprofis, Führungs­personen, Lehrende) werden häufig sogenannte Paarformen (Teilnehmerinnern und Teilnehmer) verwendet.

Schreibgebrauch

Zu den Zweifelsfällen der deutschen Rechtschreibung gehört die Frage, wie diese Paarformen verkürzt geschrieben werden können, ohne gegen Rechtschreib­regeln zu verstoßen. [Weiterlesen …]

Duden Rechtschreibung in 27. Auflage erschienen – Was ist neu?

Duden 1. Die deutsche Rechtschreibung: Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der amtlichen Regeln. 27. Auflage, Berlin 2017.

Seit dem 9. August 2017 liegt »der Duden« (Band 1 der Duden-Reihe) in der 27. Auflage vor und ersetzt die 26. Auflage von 2013. Er nimmt die Änderungen der amtlichen Regelung der Rechtschreibung vom Juni 2017 auf und setzt sie im aktualisierten Wörterverzeichnis um. Wer beruflich schreibt, wird sich die Änderungen im Detail ansehen. [Weiterlesen …]

Das Versal-Eszett in der Rechtschreibung

Versal-EszettDas Schriftzeicheninventar der amtlichen deutschen Rechtschreibung wurde im Juni 2017 erweitert: um einen Großbuchstaben für das Eszett. #

Die bisherigen Rechtschreibregelungen seit 1901 gingen davon aus, dass es das Eszett nur als Kleinbuchstaben (Minuskel) gibt. Bei Satz in Großbuchstaben (Versalien) oder Kapitälchen sahen sie deshalb den Ersatz durch Doppel-S vor, zum Beispiel in der Rostocker MASSMANNSTRASSE. [Weiterlesen …]

Johannes Sailler: Handbuch Korrekturlesen

Johannes Sailler hat über mehr als zwei Jahrzehnte das Korrektorat des Bibliographischen Instituts in Mannheim mit den Verlagen Brockhaus, Duden und Meyers geleitet, bis es 2013 mit dem Umzug der verbliebenen Teile des Bibliographischen Instituts nach Berlin aufgelöst wurde.

Mit dem »Handbuch Korrekturlesen« bietet er nun auf 428 Seiten eine Bestandsaufnahme über alle Fragen des Korrekturlesens, wie es heutigen Produktionsabläufen entspricht. [Weiterlesen …]

Der Strich für »bis« wird zum Bis-Zeichen

Manchmal müssen Zeichen nicht nur normgemäß gesetzt oder korrigiert, sondern auch genau bezeichnet werden. Etwa wenn Regeln formuliert und auffindbar gemacht werden sollen. Schwer tun sich Regelwerke bislang mit dem Halbgeviertstrich, der als Wortzeichen für die Präposition »bis« verwendet wird.

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Geschützter Bindestrich: Bitte nicht trennen

Der Zeilenumbruch erfolgt am PC automatisch – und das ist im Fließtext auch gut so. Dabei werden Leerzeichen und Divis (Bindestrich) als Möglichkeiten für den Umbruch (Zeilenwechsel) interpretiert. Meist wird die Lesbarkeit des Textes dadurch nicht beeinträchtigt, aber die Zeilen sinnvoll genutzt und zusammen mit der Worttrennung ein ausgeglichenes Satzbild erreicht.

Soll der Umbruch trotz Leerzeichen oder Bindestrich unterbleiben, stehen dafür Sonderzeichen zur Verfügung. Das »geschützte Leerzeichen« und der »geschützte Bindestrich« halten beim Zeilenwechsel zusammen, was zusammenbleiben soll. [Weiterlesen …]