Wie werden wir in Zukunft lesen?

Das Thema der Frankfurter Buchmesse war am 28. November 2008 Gegenstand einer Podiumsdiskussion im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann: »Überleben in digitalen Zeiten: Welche Zukunft hat das Buch?«

Das Gespräch wurde live übertragen in der Reihe Medienquartett des Deutschlandfunks.

Denis Scheck (Literaturkritiker, DLF) bleibt ganz gelassen. Das digitale Buch sei gut für alle, die professionell mit Büchern umgehen, der Markt bei Lesern dagegen überschaubar. Ansonsten liebe er Literatur, nicht unbedingt das Buch von heute. Und die habe eine größere Zukunft als Fernsehen und Internet zusammen.Weiterlesen →

Selber denken macht schlau

Studenten, die Studienarbeiten aus dem Internet kopieren, soll in Baden-Württemberg ab März der Rauswurf drohen. Das Wissenschaftsministerium hat dem Landtag eine Verschärfung des Hochschulgesetzes vorgeschlagen. Demnach wird das Anfertigen eines Plagiats ausdrücklich zu einem Exmatrikulationsgrund erklärt.

Das berichtet Spiegel online in »Abschreibern droht Uni-Rauswurf« .

Man erhoffe sich davon vor allem eine Signalwirkung. Ob diese Strafe in jedem Einzelfall angemessen ist, soll die Hochschule jeweils einschätzen. Allerdings eben nur, wenn die AbschreiberInnen Studenten sind. Schwieriger wird es, wenn der geistige Diebstahl durch einen verbeamteten Lehrstuhlinhaber begangen wird, wie Unispiegel hier berichtete.


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Manchmal wird ein Buch draus

Annette Anton, Programmchefin beim Campus Verlag, erklärte bei einer Buchpremiere, dass sie froh und »geradezu überrascht« sei, ab und zu ein fertiges Buch in Händen zu halten. Auf Nachfrage erfuhr Kathrin Passig dies:

Es ist ja so, dass die Mehrheit der Buchideen, die einem angeboten wird, nie den Weg zum fertigen Buch findet. Der Normalfall ist eher, dass der Autor nicht schreibt, verspätet schreibt, das Falsche schreibt, ewig aus seiner Schreibblockade nicht herausfindet, ganz am Ende etwas schreibt und das dann viel zu spät abgibt. […]

[…] Unter den Autoren, die man schon unter Vertrag hat, gibt es doch auch erstaunlich viele pünktliche. Ich würde mal sagen, zwanzig Prozent geben pünktlich ab, zehn Prozent geben gar nie irgendetwas ab, und der Rest bewegt sich irgendwo dazwischen.

Den ganzen Text »Prokrastination im Autorenberuf« gibt es auf prokrastination.com.

Eine Literaturagentur finden

Schreibende, die ein erstes Buch veröffentlichen möchten, suchen häufig eine freie Lektorin und hegen gleichzeitig die Hoffnung, sie könnte das Manuskript nach dem Lektorat an einen Verlag vermitteln. Lektorat und Literaturagentur sind aber in der Regel unabhängig voneinander, und das ist aus gutem Grund so. Wenn beides aus einer Hand angeboten wird, sollten Sie sogar besonders genau hinsehen. Weiterlesen →

Von Tagebüchern und Weblogs

Tagebuchschreiber schreiben Briefe an sich selbst, Autoren privater Weblogs Briefe an alle, sagt Psychologin und Buchautorin Elisabeth Mardorf.

Aber auch Tagebuchschreiber oder deren Nachkommen möchten häufig, dass die Texte als Dokumente der Alltags- und Mentalitätsgeschichte »für alle« bewahrt werden. Weiterlesen →

Dossier zum Urheberrecht bei bpb

Dank Internet und Copy-and-Paste-Technik sind Plagiate heute einfacher denn je. Entsprechend sorglos ist mitunter der Umgang mit fremdem geistigen Eigentum, egal ob es sich um Filme, Musik, Texte oder Software handelt. Mancher Schüler oder Student kopiert sich seine Arbeiten zeitsparend zusammen, hier beklagt eine Texterin dreisten Textklau, gelegentlich wird jemand ertappt, der auf diesem Wege schnell zum eigenen Buch kommen wollte.

Wie gerufen erscheint da das Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Urheberrecht.