Ist die »Tagesschau« verständlich?

Für wen soll/kann die Tagesschau verständlich sein? Für jede(n)? Man kann Zuschauer auch mit übertriebener Schlichtheit und überflüssigen Erklärungen vergraulen. Und politisch wenig Interessierte, die sie nur für die Lottozahlen und den Wetterbericht einschalten, erreicht man auch dann nicht.

Der Spiegel titelt plakativ »Zu viele Fremdwörter. Keiner versteht die ›Tagesschau‹«. Bei digitalfernsehen.de* (inzwischen nicht mehr online) heißt es zutreffender: »Umfrage: Zuschauer verstehen manche Begriffe in ›Tagesschau‹ nicht«.

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Verständlichkeit als Bürgerrecht

Wer gelesen werden will, bemüht sich um Verständlichkeit. Brauchbares Handwerkszeug dafür hat die Verständlichkeitsforschung in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Die deutsche Kanzlei- und Verwaltungssprache aber erweist sich bisher als resistent gegenüber solchen Einflüssen. Man denke nur an Wortschöpfungen wie das legendäre

Rindfleischetikettierungs­überwachungsaufgaben­übertragungsgesetz (RflEttÜAÜG)

oder das nicht weniger klare

Kindertagesbetreuungsausbaugesetz (TAG),

das keiner unserer Volksvertreter unfallfrei auszusprechen vermochte.

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Noch ein Online-Lexikon zur Typographie

Haben Sie mal wieder vergessen, wie man Kontonummern in Gruppen gliedert? Oder wie lang ein Gedankenstrich sein sollte?

Andrea Kamphuis weist auf dem VFLL-Blog »blog.frei!«* auf eine weitere nützliche Quelle zur Typografie hin: das von Wolfgang Beinert (Typoakademie Berlin) herausgegebene »Lexikon der westeuropäischen Typographie«. Danke!

* Das Blog ist inzwischen nicht mehr online.


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Die neue alte Rechtschreibung

Auch im Jahr 2007 kommen mir im Lektoratsalltag noch hin und wieder Texte unter die Feder, die in »alter Rechtschreibung« erscheinen sollen. Aber wider Erwarten bleibt auch hier die Entwicklung nicht aus. Es scheint eine »neue alte Rechtschreibung« zu entstehen, die folgenden einfachen Grundsätzen folgt:

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Orthotypographisch alles klar?

Feintypographie, Mikrotypographie oder Detailtypographie nennen Text­arbeiterInnen die Regeln, nach denen zum Beispiel Zeichen­abstände und Abkürzungen gesetzt, die Zeichen für Gedanken-, Strecken-, Binde- und Trennstrich unterschieden oder Umbrüche am Zeilenende gestaltet werden.

Eberhard Dilba stellt die aktuellen Regeln in seinem Typographie-Lexikon unter der Überschrift Orthotypographie dar.

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Typografie-Wiki

Natürlich sind Bücher über Typografie viel schöner. Aber als schneller Ratgeber ist das Typo-Wiki, das die Jenaer Agentur für visuelle Kommunikation Seite7 (Roßbach & Herrmann GbR) seit 2001 betreibt, eine praktische Ergänzung. Es gibt auch weiterführende Typo-Links und ein Forum zu Typografie, Schrift, Fonts und Gestaltung.