Kurse zur reformierten Rechtschreibung

In Rostock läuft die Anmeldung für folgende Kurse zur reformierten Rechtschreibung:

Der Basiskurs (Beginn am 2. April 2008) richtet sich an Interessenten, die sich die aktuelle Rechtschreibung in allen Bereichen schnell und gründlich aneignen wollen. Programm und Anmeldung hier.

Ein verkürzter Kurs (Beginn am 19. Mai) konzentriert sich vor allem auf die Bereiche des amtlichen Regelwerkes, die 2006 noch einmal verändert worden sind. Programm und Anmeldung hier.

Die beiden Themen biete ich zum vorerst letzten Mal als offene Kurse an. Schulungen für Einzelpersonen oder Firmen vereinbare ich auf Nachfrage natürlich weiterhin gern. Mehr Infos …

Dossier zum Urheberrecht bei bpb

Dank Internet und Copy-and-Paste-Technik sind Plagiate heute einfacher denn je. Entsprechend sorglos ist mitunter der Umgang mit fremdem geistigen Eigentum, egal ob es sich um Filme, Musik, Texte oder Software handelt. Mancher Schüler oder Student kopiert sich seine Arbeiten zeitsparend zusammen, hier beklagt eine Texterin dreisten Textklau, gelegentlich wird jemand ertappt, der auf diesem Wege schnell zum eigenen Buch kommen wollte.

Wie gerufen erscheint da das Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Urheberrecht.

Zeit sparende Zeitfresser – seit 10 Jahren online

Beim Aufräumen fiel mir eine der AOL-CDs in die Hände, die man einst wöchentlich im Briefkasten fand. (Wann war eigentlich Schluss damit?)

Im Januar vor 10 Jahren war ich dank so einer Werbe-CD mit meinem nicht mehr ganz neuen Mac (einem Performa) und einem rasanten 34-k-Analogmodem zum ersten Mal online. Gesucht wurde noch ohne Google – dessen Testversion ging erst im September 1998 online –, und Wikipedia startete drei Jahre später.

Das quietschende Geräusch, Weiterlesen →

Unwort des Jahres 2007 gewählt

Die »Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres« hat soeben ihre Wahl bekannt gegeben:

Das »Unwort des Jahres« 2007 heißt »Herdprämie«. »Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen«, sagte der Sprecher der sechsköpfigen unabhängigen Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag in Frankfurt.

Anwärter für den Titel waren wie jedes Jahr von Bürgern vorgeschlagene »[…] Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen«. Mein Favorit aus der reichen Auswahl an Kandidaten war daher die »grundrechtsschonende Überwachungspraxis«.

Die Liste mit den Unwörtern und jeweils einigen weiteren Anwärtern aus den Jahren 1991 bis 2006 findet man hier und auf der Seite der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Wiesbaden.

Ist die »Tagesschau« verständlich?

Für wen soll/kann die Tagesschau verständlich sein? Für jede(n)? Man kann Zuschauer auch mit übertriebener Schlichtheit und überflüssigen Erklärungen vergraulen. Und politisch wenig Interessierte, die sie nur für die Lottozahlen und den Wetterbericht einschalten, erreicht man auch dann nicht.

Der Spiegel titelt plakativ »Zu viele Fremdwörter. Keiner versteht die ›Tagesschau‹«. Bei digitalfernsehen.de* (inzwischen nicht mehr online) heißt es zutreffender: »Umfrage: Zuschauer verstehen manche Begriffe in ›Tagesschau‹ nicht«.Weiterlesen →

Verständlichkeit als Bürgerrecht

Wer gelesen werden will, bemüht sich um Verständlichkeit. Brauchbares Handwerkszeug dafür hat die Verständlichkeitsforschung in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Die deutsche Kanzlei- und Verwaltungssprache aber erweist sich bisher als resistent gegenüber solchen Einflüssen. Man denke nur an Wortschöpfungen wie das legendäre

Rindfleischetikettierungs­überwachungsaufgaben­übertragungsgesetz (RflEttÜAÜG)

oder das nicht weniger klare

Kindertagesbetreuungsausbaugesetz (TAG),

das keiner unserer Volksvertreter unfallfrei auszusprechen vermochte.Weiterlesen →