Reformierte Rechtschreibung nun überall amtlich

Die eine oder andere Frist ist verstrichen, seit 1996 die erste Version der »neuen Rechtschreibung« ihren Weg in die Wörterbücher gefunden hat.

Als ich 1996/97 die ersten Seminare zur »neuen Rechtschreibung« anbot, hieß es oft: »Die wird doch erst 2005 amtlich; bis dahin fließt noch viel Wasser in die Ostsee.« 1998 (Einführung für Schulen und Behörden) und 1999 (Übernahme durch die Nachrichtenagenturen) wollten ganz plötzlich ganz viele sofort ihre Mitarbeiter:innen schulen. Das Interesse hielt an – trotz kleinerer Änderungen und Sommertheater 2004 – bis etwa 2006 (Revision und bis jetzt gültige Fassung). Seitdem meinten manche: »Wer weiß, wie oft da noch geändert wird.«

Am 31. Juli 2009 läuft nun in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein die letzte Übergangsfrist aus. In Deutschland und Belgien endete sie bereits am 31. Juli 2007, in Österreich und Bozen-Südtirol zum 31. Juli 2008.

Damit gilt die amtliche Rechtschreibung (mit Stand vom Februar 2006) dann in Schulen, Ämtern und Behörden aller Länder, in denen Deutsch Amts- oder Minderheitensprache ist.

Die aktualisierten Wörterbücher von DUDEN (Bibliographisches Institut) und WAHRIG (Bertelsmann) liegen seit einer Woche vor. Die Eckdaten habe ich hier verglichen. Den neuen (digitalen) Duden teste ich ab jetzt im Alltag – Bericht folgt.

Links zur Rechtschreibreform

Marion Kümmel ist Federwerkerin und freie Lektorin. Seit 2001 übernimmt sie Textdienstleistungen für Publikumsverlage, Agenturen, Unternehmen und Autor:innen. Sie redigiert Sachbücher und Fachtexte, wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Texte aus Unternehmenskommunikation und Werbung. Auf der Website des Lektorats erfahren Sie mehr.

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