Von Tagebüchern und Weblogs

Tagebuchschreiber schreiben Briefe an sich selbst, Autoren privater Weblogs Briefe an alle, sagt Psychologin und Buchautorin Elisabeth Mardorf.

Aber auch Tagebuchschreiber oder deren Nachkommen möchten häufig, dass die Texte als Dokumente der Alltags- und Mentalitätsgeschichte »für alle« bewahrt werden.

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Woxikon: Synonyme und Antonyme finden

Wer schreibt, lektoriert oder sonst mit Texten arbeitet, weiß ein gutes Wörterbuch für Synonyme (bedeutungsähnliche Wörter) zu schätzen, um variabel und treffend zu formulieren. Heute fand ich hier den Hinweis auf das Woxikon, ein Mitmachprojekt aus Tangermünde in der Altmark. Laut eigener Aussage umfasst das Online-Wörterbuch zurzeit bereits über 200.000 Synonyme und Antonyme (Gegenwörter).

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Wie scharf ist das Eszett?

Die s-Schreibung war im vergangenen Jahrzehnt wieder einmal Grund für scharfe Auseinandersetzungen. Erst war sie der am meisten abgelehnte Teil der Orthografiereform, schließlich aber der am schnellsten umgesetzte. Nun bieten die Typografen mit dem Versal-Eszett (vgl. hier auf Federwerk) willkommenen Anlass, alte Missverständnisse noch einmal aufzuwärmen und durch neue zu ergänzen. Dabei könnte es so einfach sein:

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Der Sprachverfall fällt aus

Der Verfall der deutschen Sprache wird mindestens seit der Romantik befürchtet, als man sie dem Greisenalter nahe sah. Nicht zuletzt deshalb haben die Brüder Grimm Zeugnisse älterer Sprachstufen gesammelt. Und wie steht es heute um das Deutsche? Ständig kommen neue Wörter mit Migrationshintergrund hinzu, in SMS grassiert der Aküfi, ins Internet schreibt auch jeder, wie er will …

Prof. Rudi Keller, Germanist an der Uni Düsseldorf, sagt dazu im Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

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Der Charme des Webfehlers

Wenn Kritiker in einem Buch Fehler bemerken, ist im Zweifel immer das Lektorat schuld. Andererseits: Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob eine Korrektur dem Text nicht eine charmante Lücke nimmt, durch die etwas Eigenes weht.

In einem Romanmanuskript zum Beispiel schmachtet der Midlifecrisis-gebeutelte Held eine Studentin an, deren Kleid ihn völlig aus der Fassung bringt, weil der »Rückenausschnitt bis zur Bandscheibe« reicht. Ein »windschlüpfriges Auto« hätte sie vielleicht beeindrucken können, Weiterlesen →

Der Weisheit letzter Schrei

Frisch aufgemischte Sprichwörter und Weisheiten, wie sie dem Leben von der flinken Zunge gehen, sammelt der Kölner KiWi-Verlag weiterhin in seinem Drehwort-Wettbewerb. Zu meinen Favoriten gehören:

Das ist ein sehr schmaler Spagat.
Wir führen eine lebensähnliche Gemeinschaft.
Du hast eine Haut wie ein 16-jähriger Pfirsich.
Die Axt im Haus erspart den Sensenmann.
Ewig währt am längsten.

Mehr davon? Hier geht ging es (die Seite ist nicht mehr online) zu den bisher besten Einsendungen.

Fundstücke aus dem Lektorat: